Land Salzburg: Landesregierung untersagt mehr...
 
Land Salzburg

Landesregierung untersagt mehrere geplante Handelsflächen

SES
Eines der prominentesten Opfer der nicht genehmigten Vorhaben ist die Erweiterung des Europarks. © SES
Eines der prominentesten Opfer der nicht genehmigten Vorhaben ist die Erweiterung des Europarks. © SES

In den letzten Wochen hat die Salzburger Landesregierung 20 Ansuchen um Standortverordnungen von Handelsflächen beraten und geprüft. Am 14. April 2015 präsentierten nun LH Dr. Wilfried Haslauer (ÖVP), LH-Stv. Dr. Astrid Rössler (Grüne) und LR Hans Mayr (Team Stronach) gemeinsam die Ergebnisse.

Demnach gibt es für sechs Ansuchen keine Standortverordnungen. Sechs Standortverordnungen für Lebensmittelmärkte wurden in beantragter Form erlassen, drei weitere sind mit einem reduzierten Flächenausmaß umzusetzen. Vier weitere sind nach den vorliegenden Unterlagen umzusetzen, es fehlen allerdings noch formelle Verfahrensschritte. Ein Projekt ist noch nicht ausreichend konkretisiert.


Von einer negativen Entscheidung betroffen ist beispielsweise die geplante Erweiterung des Einkaufszentrums Europark im Salzburger Stadtteil Taxham um 11.300 m2. Ebenso nicht genehmigt wurde die Erweiterung des Designer Outlets in Wals um 14.635 m2 sowie der 13.000 m2 große Neubau von XXXLutz in St. Johann im Pongau. "Um Kaufkraft und damit Arbeitsplätze in den Regionen zu erhalten und auszubauen, ist es schlicht notwendig, nicht noch mehr Verkaufsflächen an wenigen Standorten in und um die Stadt Salzburg zu konzentrieren", argumentiert Raumordnungsreferentin Astrid Rössler die Entscheidung.  Über das Zustandekommen dieser Entscheidung zeigt sich Mag. Marcus Wild, Vorsitzender der Geschäftsführung des Europarks und CEO von SES Spar European Shopping Centers, äußerst empört: "Es ist erschütternd, dass in diesem Land ein Beratungsunternehmen beauftragt wird, dessen wissenschaftliche Methoden bereits mehrfach in Frage gestellt wurden. Und plötzlich wird von diesem Unternehmen eine Studie herangezogen, um ein Verfahren, das seit über dreieinhalb Jahren läuft und bereits umfassend geprüft wurde, zu verhindern. Ohne einer fundierten Begründung und ohne die Möglichkeit für uns als Projektwerber, die Studie einsehen zu können und Stellung zu nehmen." Marcus Wild behält sich übrigens die rechtliche Prüfung des Verfahrensablaufes vor.
Spar-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerhard Drexel äußert sich mit folgenden Worten zu dieser Entscheidung: "Wir hätten gerne an unserem Konzernsitz in Salzburg investiert, Hunderte zusätzliche Arbeitsplätze und Dutzende neue Lehrstellen geschaffen, und hätten dafür keine zusätzlichen Grundstücke verbauen müssen. Meint die Salzburger Landesregierung, dass Salzburg künftig nur noch von Luft und Liebe leben kann?"

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