Landwirtschaftskammer NÖ: Woher kommt der Hon...
 
Landwirtschaftskammer NÖ

Woher kommt der Honig?

Angelina Ströbel/pixelio.de
Nicht immer ist klar, woher der hierzulande verkaufte Honig kommt.
Nicht immer ist klar, woher der hierzulande verkaufte Honig kommt.

Zum fünften Mal führte die Landwirtschaftskammer (LK) Niederösterreich einen Lebensmittelcheck in Supermärkten durch – diesmal kam der Honig dran.

Das Ergebnis der Überprüfung gleich vorweg: Bei fast zwei Dritteln der überprüften Produkte ist die Herkunft nicht konkret nachvollziehbar. Das ist der Grund, warum die LK NÖ mehr Transparenz fordert und eine klare und lückenlose Herkunftskennzeichnung, damit Sicherheit für die Konsumenten und Bauern gewährleistet ist. Der Fokus bei diesem Lebensmittelcheck lag auf der Herkunftstransparenz, denn sowohl im Handel als auch im Außer-Haus-Verzehr fehlen oft klare Angaben. „Nur eine nachvollziehbare Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel und Rohstoffe schafft eine klare Entscheidungsgrundlage und damit Sicherheit sowie Mehrwert für die Konsumenten. Und nur eine solche kann für unsere Bäuerinnen und Bauern Wettbewerbsnachteilen gegenüber nicht-österreichischer Ware entgegenwirken. Die Landwirtschaftskammer NÖ fordert daher eine lückenlose und klar nachvollziehbare Kennzeichnung der Produkte“, sagt Johannes Schmuckenschlager, Präsident der LK NÖ.

Die Ergebnisse im Einzelnen

55 Honige im Lebensmitteleinzelhandel wurden untersucht. Bei Betrachtung aller Proben war bei 64 Prozent der getesteten Honige die konkrete Herkunft auf der Verpackung nicht ersichtlich. 51 Prozent davon hatten als Herkunftsvermerk „Mischung von Honig aus EU-Ländern und/oder Nicht-EU-Ländern“, zwei Prozent „Mischung von Honig aus EU-Ländern“ und weitere zwei Prozent „Mischung von Honig aus Nicht-EU-Ländern“. Bei neun Prozent waren andere Herkunftsländer angeführt wie zum Beispiel Deutschland, Italien, Rumänien, Brasilien, Kuba, Mexiko, Argentinien, Chile, meist war es eine Mischung von Honig aus diesen Ländern. – Summa summarum: Bei fast zwei Dritteln sind weder Informationen zu den einzelnen Herkunftsländern noch zum Anteil der einzelnen Honige an der Honigmischung ersichtlich. Die notwendige Herkunftsangabe ist daher wenig aussagekräftig. Bei lediglich 36 Prozent der überprüften Honige war Österreich als Herkunftsland angegeben.
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