Wifo: Langsameres Wirtschaftswachstum
 
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Langsameres Wirtschaftswachstum

Thommy Weiss/pixelio.de
Das Wirtschaftswachstum in Österreich hat sich eingebremst © Thommy Weiss/pixelio.de
Das Wirtschaftswachstum in Österreich hat sich eingebremst © Thommy Weiss/pixelio.de

Nach der Dynamik der vergangenen Jahre befindet sich die österreichische Volkswirtschaft in einer Phase mäßigen Wachstums, das sich weiter verlangsamen wird.

Die Unternehmen blicken weniger optimistisch in die Zukunft, berichtet das Wifo in einer Aussendung zu den Konjunkturaussichten in Österreich. Während der Außenhandel die heimische Konjunktur bremst, wird sie von der Binnenwirtschaft weiterhin unterstützt. Das Wirtschaftswachstum – so die Wifo-Zahlen – dürfte sich in Österreich im Jahresdurchschnitt 2019 auf 1,7 Prozent verlangsamen (2018 waren es noch +2,7 Prozent) und 2020 sich bei 1,5 Prozent stabilisieren.

In der momentanen Abkühlungsphase sind die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte zwar weiterhin intakt, doch ist die Grundtendenz derzeit verhalten. Die Industrie nämlich beklagt eine Exportflaute. Die Exporte entwickeln sich im Einklang mit der Abschwächung der internationalen Konjunktur. Der Konsum der privaten Haushalte wächst robust und wird dabei von einem anhaltenden Beschäftigungs- und Lohnwachstum gestützt.

Beschäftigung

Mit der Abkühlung der Konjunktur verliert auch die Beschäftigungsdynamik an Kraft, und der Abbau der Arbeitslosigkeit gerät ins Stocken – das wird eine Tendenz werden, so das Wifo.  Zwar dürfte die Beschäftigung in beiden Prognosejahren weiter zunehmen, doch werde dies nicht mehr ausreichen, um vor dem Hintergrund der anhaltenden Ausweitung des Arbeitskräfteangebotes einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verhindern. Insgesamt erwartet man für 2019 einen Zuwachs der Zahl der unselbstständig aktiv Beschäftigten um 1,6 Prozent erwartet. 2020 wird die Rate mit +1,0 Prozent geringer ausfallen. 2019 wird die Arbeitslosenquote nur mehr wenig auf 7,4 Prozent sinken und 2020 etwa auf diesem Niveau bleiben.

Resümee

Das Resümee des Wifo im O-Ton: „Die Risiken dieser Prognose sind verstärkt abwärtsgerichtet und ergeben sich vorwiegend aus dem internationalen Umfeld. Die inländischen Risiken sind hingegen in Summe aufwärtsgerichtet, da die Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung den privaten Konsum weiterhin stützt. Angesichts des Konjunkturabschwunges in der Sachgütererzeugung dürfte die österreichische Volkswirtschaft aber besonders anfällig für Störungen von außen sein. Die Abwärtsbewegung könnte sich deshalb stärker auf die Binnenwirtschaft übertragen. In der Gesamteinschätzung für das Wirtschaftswachstum dominieren daher die Abwärtsrisiken aus dem außenwirtschaftlichen Umfeld.“
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