Ernst & Young: Lebensmittel als Weihnachtsges...
 
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Lebensmittel als Weihnachtsgeschenke immer beliebter

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Markus Jandl, Partner bei Ernst & Young in Österreich und Leiter der Branchengruppe Retail und Consumer Products © Ernst & Young
Markus Jandl, Partner bei Ernst & Young in Österreich und Leiter der Branchengruppe Retail und Consumer Products © Ernst & Young

272 Euro werden heuer im Schnitt für Weihnachtsgeschenke ausgeben, das sind 16 Euro bzw.

sechs Prozent weniger als 2008. Dies ergab eine repräsentative Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young, die unter 500 Verbrauchern in Österreich durchgeführt wurde.

Die spendabelsten Österreicher finden sich unter den 46- bis 55-Jährigen sowie in Familien mit Kindern, die jeweils im Durchschnitt 307 Euro für ihr Weihnachtsbudget einplanen. Personen unter 35 Jahren hingegen wollen mit 230 Euro am wenigsten ausgeben. „Die Bevölkerung ist nach wie vor skeptisch was die wirtschaftliche Lage anbelangt. So wollen sie zum zweiten Mal in folge ihr Weihnachtsbudget kürzen“, sagt Markus Jandl, Partner bei Ernst & Young in Österreich und Leiter der Branchengruppe Retail und Consumer Products.

Dass die Österreicher aber grundsätzlich üppig schenken zeigt der Vergleich mit unseren deutschsprachigen Nachbarn: Deutsche geben mit 226 Euro im Schnitt rund 50 Euro und die Schweizer mit nur 177 Euro gar 100 Euro weniger aus. „Damit ist das Weihnachtsgeschäft hierzulande auch von besonders großer Bedeutung für den heimischen Handel“, kommentiert Jandl.

Bücher und Gutscheine vorne
Insgesamt kann sich der heimische Buchhandel auch 2009 über regen Zulauf freuen: So greifen die Österreicher auch in diesem Jahr neben Geld- und Geschenkgutscheine (56 Prozent) bevorzugt zu Büchern (61 Prozent). Spielwaren (60 Prozent) haben Kleidung (46 Prozent) als beliebtes Geschenk auf Platz drei überholt.

Trend zu Kulinarik
Lebensmittel und Süßwaren könnten die größten Weihnachtsgewinner 2009 werden: 37 Prozent der Befragten wollen im Lebensmittelhandel zugreifen – das sind neun Prozent mehr als noch im Vorjahr. „Insgesamt gibt es einen Trend zur Kulinarik, was sicherlich auch darin begründet ist, dass einige Lebensmittelhändler und -hersteller insbesondere auch im Süßwarenbereich innovative Konzepte umsetzen konnten. Zudem unterstützt das ausgeprägte Bewusstsein für nachhaltige und hochwertige Lebensmittel der heimischen Verbraucher diese Entwicklung“, interpretiert Jandl.

Fachgeschäfte und -märkte profitieren
Auch bei der Wahl des Anbieters der gewünschten Geschenke zeichnet sich in der Umfrage ein klarer Trend ab: So werden vor allem die heimischen Fachgeschäfte und -märkte am stärksten vom Weihnachtsgeschäft profitieren. Im Durchschnitt planen die Österreicher 58 Prozent ihres Budgets in Geschäften dieser Kategorie auszugeben, auf Platz zwei landen Kaufhäuser mit 23 Prozent. Rund acht Prozent des Gesamtbudgets wollen die Befragten online ausgeben – mit zwölf Prozent etwas größer ist der Anteil bei den unter 35-Jährigen. „Es ist davon auszugehen, dass der Interneteinkauf in Zukunft stärker zulegen wird“, prognostiziert Jandl.
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