Post/Pfeiffer: Lebensmittel kommen hinkünftig...
 
Post/Pfeiffer

Lebensmittel kommen hinkünftig mit der Post

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In einem Pilotprojekt rund um Linz will die Handelsgruppe Pfeiffer gemeinsam mit der Post Lebensmittel in die Haushalte liefern.

Wie CASH in seiner April-Ausgabe (Seite 40) bereits vermeldete, möchten die beiden Kooperationspartner ab November dieses Jahres ein groß angelegtes Pilotprojekt in Sachen Lebensmittelzustellung lancieren. Vorerst nur für den Großraum Linz angedacht, soll das Projekt bei Erfolg sukzessive in ganz Österreich durchgezogen werden.

Geliefert werden die online bestellten Lebensmittel in genormten Boxen, wozu Post-Paket- und Logistikvorstand Peter Umundum meint: "Wenn man einen eigenen Botendienst aufbauen müsste, wäre das nicht leistbar, weshalb wir die Lebensmittelzustellung ins eigene Netz integrieren."

Offizielles Gewichtslimit wird es keines geben, dieses ist jedoch aufgrund der unterschiedlichen Boxengröße ohnehin beschränkt. Womit aber auch klar ist, dass es - zumindest vorerst  - keine Kistenzustellung geben wird, sehr wohl jedoch eine Abendlieferung.

Markus Böhm, der für die extra dafür neu gegründete Pfeiffer New solutions GmbH verantwortlich ist, hat hoch gesteckte Ziele: "Wir wollen zum Marktführer im E-Commerce für den Bereich Lebensmittel werden."

Interessant: Die Post lanciert ein ähnliches Projekt auch in Tirol, und zwar gemeinsam mit MPreis.

Und: Das Consulting-Unternehmen Kreutzer, Fischer & Partner hat im Auftrag der Post eine B2C-Studie rund um die Paketzustellung durchgeführt. Aus dieser ist unter anderem zu ersehen, dass in der internetaffinen Zielgruppe der 15 - 30-jährigen bereits 90 Prozent zumindest einmal pro Halbjahr in Online-Shops einkaufen, quer durch alle Altersgruppen sind immerhin 70 Prozent mit im Online-Boot. Am Ranking der Produktgruppen hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert: Bekleidung vor Musik, Bücher und Elektrogeräte. Lebensmittel kommen da (noch) nicht vor. Was sich aber laut Post, Pfeiffer und MPreis in naher Zukunft schon ändern könnte.

Detail am Rande: Die Post verschickt jährlich 42 Millionen Pakete an rund vier Millionen Kunden - Tendenz steigend. Wobei auch die Retouren aufhorchen lassen: Nicht weniger als neun Millionen Pakete werden wieder zurückgeschickt.

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