AMA Analyse: Lebensmittelexporte trotzen der ...
 
AMA Analyse

Lebensmittelexporte trotzen der Krise

APA
v.l.: Dr. Michael Blass, Geschäftsführer des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, und Dr. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing, bei der Lebensmittelexportbilanz für das 1.Halbjahr 2009 anlässlich der ANUGA in Köln. © APA
v.l.: Dr. Michael Blass, Geschäftsführer des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, und Dr. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing, bei der Lebensmittelexportbilanz für das 1.Halbjahr 2009 anlässlich der ANUGA in Köln. © APA

Eine aktuelle AMA-Analyse der Daten für das 1. Halbjahr 2009 der Statistik Austria, die anlässlich der Anuga (10.-14.10.2009), der größten Lebensmittelmesse der Welt, durchgeführt wurde, ergab, dass der Agrarexport nahezu aller Lebensmittelgruppen wertmäßig zwar um 10 Prozent zurück gegangen, doch die mengenmäßige Entwicklung österreichischer Produkte am Weltmarkt ungebrochen gut ist.

Im Ranking der Top-Exportländer belegt Slowenien hinter Deutschland und Italien bereits Rang 3, an sechster Steller folgt die Tschechische Republik. Damit erweisen sich auch die neuen EU-Länder als verlässlicher Wachstumsmarkt.

Die meisten Agrarexporte, nämlich ein Drittel, gehen nach Deutschland. Im 1. Halbjahr 2009 waren das Waren im Wert von 1,22 Mrd. Euro. Die wichtigsten Warengruppen waren dabei 2008 Milch & Milchprodukte (17 %) sowie Fleisch, Fleischprodukte und -zubereitungen (insg. 14 %).

So geht etwa die Hälfte des österreichischen Käseexportes nach Deutschland. Doch auch wenn sich Milch & Milchprodukte mengenmäßig gut entwickeln, so drückt doch der niedrige Milchpreis die Gesamtbilanz deutlich. Am ehesten konnte der Preis noch bei den Verarbeitungsprodukten, wie Käse, gehalten werden. Die Wertschöpfung liegt also in der Veredelung.

Bei Obst ist ein Exportplus von 10 % im Wert zu verzeichnen, bei Gempüse mit 4 % ein kleines Minus. Mengenmäßig wird heuer das Vorjahresniveau sicher überschritten werden.

"Österreichische Lebensmittel sind so beliebt wie eh und eh. Mengenmäßig exportieren wir mehr Lebensmittel als je zuvor. Die Krise hat zwar den Preis gedrückt, bei weitem aber nicht die Beliebtheit österreichischer Produkte", so Dr. Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing.
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