AC Nielsen: LEH: Deutliches Plus im Juli
 
AC Nielsen

LEH: Deutliches Plus im Juli

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Mag. Dorothea Hagenauer-Stattmann
Mag. Dorothea Hagenauer-Stattmann

Während der LEH im ersten Halbjahr moderat wuchs, konnten die Umsätze im Juli laut Nielsen trotz gefallenem Preisniveau deutlich zulegen.

Seit Beginn des Jahres haben sich die großteils preisbedingten starken Zuwächse aus dem Vorjahr  (2008: +4,2%) deutlich abgeflacht. So wuchs der  österreichische Lebensmittelhandel im ersten Halbjahr 2009 nominell um moderate 1,3%.  Nach starken Steigerungen im Jänner haben sich die Wachstumsraten (mit Ausnahme der verschobenen Osterperiode) bis zur Mitte des Jahres abgeflacht.

Im Juli jedoch zeigt sich quer über alle Organisationen ein deutliches Wachstum von über 4 %, welches sich vor allem in den österreichischen Tourismusregionen bemerkbar macht. „Das Plus hat mehrere Ursachen, es sieht es so aus, als ob der Lebensmittehandel vom Trend zum Selber Kochen bzw. auch vom Urlaub zu Hause profitiert. Das durchwachsene Sommerwetter im Juli hatte jedenfalls keinen negativen Einfluss auf den Lebensmittelhandel.“ Interpretiert Mag. Dorothea Hagenauer-Stattmann, Director Retailer Services, Nielsen Österreich,  die erfreulichen Juli Ergebnisse im Lebensmittelhandel.

Nach deutlichen rohstoffbedingten Steigerungen des Preisniveaus 2007/2008, die das Wachstum grossteils getragen hatten, hat dieser Effekt am Beginn des Jahres in vielen Warengruppen (etwa bei Molkereiprodukten und Obst und Gemüse) deutlich nachgelassen. Das erklärt das schwächere Wachstum. So lag die Inflation im Vergleichzeitraum mit 0,7 %, im Juni 2008 wies diese mit -0,1% sogar erstmals auf ein sinkendes Preisniveau hin.

Bei der Betrachtung der Diskonter Hofer und Lidl gibt es im Vergleich zur Entwicklung des Vorjahres einen Trendbruch. Wuchsen die beiden Billiganbieter bisher immer deutlich kräftiger als der restliche Lebensmittelhandel, so zeigten sie im ersten Halbjahr mit einem Plus von 1,1% erstmals eine schwächere Entwicklung. Der Anteil der beiden Diskonter (Umsätze geschätzt) blieb daher stabil auf dem Vorjahresniveau von 23,2%.

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