Wunderkinder: LEH ist Vorreiter bei nachhalti...
 
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LEH ist Vorreiter bei nachhaltigen Verpackungen

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Tom Maderthaner/Wunderkinder
Tom Maderthaner/Wunderkinder

Die Trends in Sachen Verpackung von Lebensmitteln sind vielfältig wie nie zuvor. Allen gemeinsam ist der Trend zu nachhaltigen Lösungen. Für die der LEH mit seinen Eigenmarken als Trendsetter gilt.

Die Verpackungsmesse Packaging Summit 2019 in München hat es einmal mehr bewiesen: Die summe aller Trends in Sachen FMCG-Verpackungen mündet ganz klar in jenem zur Nachhaltigkeit - konkret im Sinne einer angestrebten Kreislaufwirtschaft, also "Cradle to Cradle".

Tom Maderthaner, Geschäftsführer der Linzer Typografischen Manufaktur wunderkinder, gilt als Mitentwickler von Verpackungen als weitblickender Spezialist. Sein Konklusio nach Besuch der Messe und permanenter Branchenbeaobachtung: "Der österreichische Handel ist dabei ganz klar Treiber in Richtung nachhaltige Verpackungen und nimmt mit seinen Eigenmarken eine wichtige Vorreiterrolle ein."

Keine Frage, für Maderthaner setzt der Lebensmittelhandel damit auch die Benchmarks für andere Branchen, wobei sich auch ganz klar herauskristallisiert: Um zum einen die EU-Vorgaben zu erreichen und zum anderen in eine verpackungsmäßig lebbare Zukunft gehen zu können, muss sich das Konsumentenverhalten drastisch ändern. Maderthaner: "Das momentan praktizierte 'Single use'- ist ein fataler Irrtum."

Das grundsätzliche Problem beim generellen Plastikverbot: Die Funktionen einer Verpackungen (Hygiene, Auslaufschutz, Sichtbarkeit der Ware usw.) muss erhalten bleiben, woraus resultiert, dass es für derlei komplexe Probleme keine einfachen Lösungen gibt. Maderthaner: "Wir werden nicht umhin können, die unterschiedlichen Materialien unterschiedlich und individuell zu betrachten. Die momentan kursierenden Intentionen alles über einen Kamm zu scheren und gleich zu bewerten, funktionieren nicht."

Ganz wichtig dabei: Primär muss die Ressourcenverschwendung eingedämmt werden und die Packungshersteller müssen sich mehr dem Ökodesign widmen. "Und zwar", so Maderthaner, "von der Materialwahl über die Herstellung bis zum Recycling. Der ganzheitliche Ansatz ist das Um und auf".

Klar ist auch, das derlei Prozessänderungen auch längere vorlaufzeiten benötigen, dass der Dialog mit den Auftraggebern intensiviert gehört und Bedürfnis- sowie funktionsanalysen unbedingt dazugehören.

Maderthaner weiß: "Kunststoff ist nicht grundsätzlich böse, er ist ein wichtiger Wertstoff und kann durchaus auch einen Zweitnutzen bieten, also eine Verwendung weit über das eigentliche Verpackungsdasein hinaus."
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