RegioPlan: LEH: Verkaufsfläche schrumpft zwei...
 
RegioPlan

LEH: Verkaufsfläche schrumpft zweites Jahr in Folge

CASH Archiv
© CASH Archiv
© CASH Archiv

Im Jahr 2007 erlebte die Verkaufsfläche im österreichischen LEH mit 3,057 Mio. m2 einen vorläufigen Höchststand.

Das Jahr 2008 brachte dann einen Rückgang um 1,9 Prozent auf 2,999 Mio. m2. 2009 kam es laut "BranchenReport Lebensmittelhandel - Ausgabe 2010" von RegioPlan Consulting zu einem neuerlichen Rückgang um 0,4 Prozent auf 2, 987 Mio m2. Die gesamte Verkaufsfläche des österreichischen LEHs ist damit knapp größer als die Fläche des 1. Wiener Gemeindebezirks.

"Die Restrukturierungsprozesse bei Adeg und Zielpunkt aber auch punktuelle Standortoptimierungen bei den anderen großen Vertriebslinien bedingen den seit zwei Jahren begonnenen Flächenabbau. Weniger Fläche bei konstanten bis leicht steigenden Umsätzen bedeuten zwar eine bessere Wirtschaftlichkeit, bedingen jedoch Innovationen und neue Geschäftsfelder, um weiter wachsen zu können", kommentiert DI Michael Oberweger, Leiter Consulting bei RegioPlan, die Zahlen.

Umsatzmäßig erzielte der österreichische LEH laut RegioPlan Branchenreport im Jahr 2010 ein Plus von 1,6 Prozent auf 17, 233 Mrd. Euro. "Für 2010 rechnen wir mit einem moderaten Plus von 1,8 Prozent auf 17,335 Mrd. Euro", so Oberweger.

Der Diskontbereich (Hofer, Lidl, Penny) hat in Österreich mit einem umsatzmäßigen Marktanteil von kanpp über 28 Prozent laut Oberweger "nahezu seinen Plafond erreich". "Starke Konkurrenz erhalten Diskonter von den klassischen Supermärkten, die mit preiswerten Eigenmarken die Konsumenten immer öfter erreichen", erklärt Oberweger. Aber auch im Bio-Bereich konnten sich die großen Lebensmittelketten gegenüber den Bio-Supermärkten behaupten. "Zwar wuchsen die Bio-Umsätze laut Bio Austria im vergangenen Jahr um satte fünf Prozent, jedoch konnten die Bio-Märkte davon nur wenig für sich verbuchen", sagt Oberweger.
stats