Thalia Buch und Medien Gmbh: Lesen im digital...
 
Thalia Buch und Medien Gmbh

Lesen im digitalen Zeitalter

Thalia Buch und Medien Gmbh/APA-Fotoservice/Hinterramskogler
Manuel Herder, Verleger und Mehrheitsgesellschafter von Thalia © Thalia Buch und Medien Gmbh/APA-Fotoservice/Hinterramskogler
Manuel Herder, Verleger und Mehrheitsgesellschafter von Thalia © Thalia Buch und Medien Gmbh/APA-Fotoservice/Hinterramskogler

Seit im heurigen Sommer die neue Eigentümerstruktur der Thalia Buch und Medien GmbH bekannt wurde, hat sich im Hause Einiges getan.

Der Buchhandel befindet sich in einer Umbruchsphase – Stichwort Digitalisierung –, und eigentlich gilt das für den gesamten Einzelhandel. Ein Onlineshop nach dem anderen öffnet seine virtuellen Pforten, und was den Buchhandel angeht, setzen sogar Online-Händler wieder auf den stationären Handel. Da ist es eine Herausforderung, wenn man die Übersicht bewahren will. Manuel Herder, Verleger und Mehrheitsgesellschafter von Thalia, erklärt, wie Thalia darauf reagiert: „Die gemeinsame Vision der neuen Eigentümer von Thalia ist es, das Unternehmen in Deutschland und Österreich zum Synonym für Lesekultur im digitalen Zeitalter zu machen. Wir glauben, dass wir mit der neuen Eigentümerstruktur hierfür eine optimale Ausgangslage haben.“

Die Thalia-Eigentümerstruktur

So sieht diese Struktur aus: Michael Busch, der als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen leitet, bringt gemeinsam mit seinen Management-Teams in Deutschland und Österreich langjährige Buchhandelserfahrung ein. Das Engagement der Händlerfamilie Kreke weist darauf hin, dass das Unternehmen Thalia sich als State-of-the-Art-Einzelhändler aufstellt. Leif Göritz schließlich hat Expertise als Digitalunternehmer und soll helfen, in diesem Bereich, den Manuel Herder mit dem Onlineshop herder.de auszubauen begonnen hat, auch künftig Wachstumsimpulse zu setzen.

Das bedeutet: Thalia hat die Ausrichtung zum Omnichannel-Händler vollzogen: „Dies bedeutet für Thalia, das Kanaldenken aufzugeben und vom Kunden ausgehend zu denken“, so Herder. Die Kunden werden also sozusagen dort abgeholt, wo sie sind. Umgesetzt wird dies, indem der Kunde im gesamten Kaufprozess, vom Stöbern bis zur Lieferung, flexibel auf Services zugreifen kann. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Digital-Signage-Screens in den Thalia-Buchhandlungen, die den Kunden die Infos aus der Online-Welt zugänglich machen.

Service im Laden

Der stationäre Buchhandel, der für Beratung durch sehr gut ausgebildete Buchhändler und für Wohlfühlambiente steht, wird aber weiterhin einen hohen Stellenwert haben. Und da es immer konkrete Menschen sind, die einen beim Buchkauf beraten, bleiben Beratung und Service durch die Mitarbeiter von Thalia von zentraler Bedeutung, weswegen man im Hause stark auf Ausbildung setzt: „Thalia beschäftigt rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet 100 Lehrlinge aus“, sagt Josef Pretzl, der Thalia.at-Geschäftsführer. „Auch im Sommer 2017 werden wieder 30 neue Lehrlinge eingestellt werden.“

Stichwort Österreich

Josef Pretzl präzisiert die Lage des Unternehmens in Österreich: „Der stationäre Buchmarkt in Österreich ist von Jänner bis Oktober um rund vier Prozent zurückgegangen, während der Onlinebuchmarkt um rund 6,9 Prozent gewachsen ist, dabei hat sich Thalia in Österreich sowohl im Stationär- als auch im Online-Handel besser als der Markt entwickelt.“ Insgesamt betreibt Thalia in Österreich 35 Filialen und beschäftigt 850 Mitarbeiter. Anzumerken sei, dass Thalia.at in Österreich das Geschäft abwickle und die Wertschöpfung der Mitarbeiter auch in Österreich bleibe: „Die Onlinebestellungen auf www.thalia.at liefern wir in der Regel unseren österreichischen Kunden schneller als Amazon, und die Wertschöpfung findet in Österreich statt. Im letzten Jahr fanden bei Thalia in Deutschland auch Sortimentserweiterungen für ein erweitertes Einkaufs-Erlebnis statt, wie beispielsweise im E-Commerce-Angebot Rubriken wie der Reiseshop in Zusammenarbeit mit ,Berge&Meer‘‚ und seit Anfang Oktober das Sortiment ,Wohnen‘“, sagt Pretzl.

Omnichannel in der Thalia-Praxis

An wichtigen Einkaufsstandorten hat Thalia.at die Einzelhandelsdistribution durch Neueröffnungen und Modernisierungen weiter ausgebaut. Von den Kunden sher gut angenommen würden die Cross-Channel-Services Filialabholung und Abreservierung, so Pretzl. Derzeit würden fast ein Viertel der Bücher von den Kunden online reserviert und in den Filialen abgeholt. „Innerhalb einer Stunde erhält der Kunde die Antwort, wann er sein Buch abholen kann“, erklärt Pretzl den stark nachgefragten Service. Jeder 10. Kunde hat bereits die Thalia.at-Bonuscard, und auch die neuen Thalia-Apps nutzen immer mehr Menschen zum Lesen und Kaufen. In diesem Zusammenhang muss der Thalia-E-Reader Tolino erwähnt werden: Den neuen Tolino Vision 4 HD hat man zusammen mit der Tolino-App bereits am 8. November – also rechtzeitig vor Weihnachten – der Öffentlichkeit präsentiert. Er wartet mit drei neuen Features auf: eine Beleuchtung, bei der sich die Farbtemperatur dem Tagesverlauf anpasst, rund dreimal so viel freier Speicherplatz und ein beidseitig einsteckbares Kabel.

Thalia ist mit mehr als 280 Filialen der Branchenprimus in Deutschland, Österreich und der Schweiz und bleibt auf allen Kanälen auf Wachstumskurs. Manuel Herder fasst zusammen:  „Das Unternehmen hat Ende September 2016 das Geschäftsjahr mit drei Prozent vergleichbarem Umsatzwachstum über alle Kanäle in Deutschland und Österreich abgeschlossen. Das stationäre Geschäft verzeichnet länderübergreifend ein Plus von einem Prozent auf vergleichbarer Fläche. Der Bereich E-Commerce verzeichnete ein Umsatzplus von elf Prozent. Der Umsatz mit E-Books konnte bei Thalia im abgeschlossenen Geschäftsjahr um rund 15 Prozent gesteigert werden. Generell kann von einem sehr guten Jahr für Thalia gesprochen werden.“

Der Buchhandel befindet sich in einer Umbruchsphase – Stichwort Digitalisierung –, und eigentlich gilt das für den gesamten Einzelhandel. Ein Onlineshop nach dem anderen öffnet seine virtuellen Pforten, und was den Buchhandel angeht, setzen sogar Online-Händler wieder auf den stationären Handel. Da ist es eine Herausforderung, wenn man die Übersicht bewahren will. Manuel Herder, Verleger und Mehrheitsgesellschafter von Thalia, erklärt, wie Thalia darauf reagiert: „Die gemeinsame Vision der neuen Eigentümer von Thalia ist es, das Unternehmen in Deutschland und Österreich zum Synonym für Lesekultur im digitalen Zeitalter zu machen. Wir glauben, dass wir mit der neuen Eigentümerstruktur hierfür eine optimale Ausgangslage haben.“

Die Thalia-Eigentümerstruktur

So sieht diese Struktur aus: Michael Busch, der als geschäftsführender Gesellschafter das Unternehmen leitet, bringt gemeinsam mit seinen Management-Teams in Deutschland und Österreich langjährige Buchhandelserfahrung ein. Das Engagement der Händlerfamilie Kreke weist darauf hin, dass das Unternehmen Thalia sich als State-of-the-Art-Einzelhändler aufstellt. Leif Göritz schließlich hat Expertise als Digitalunternehmer und soll helfen, in diesem Bereich, den Manuel Herder mit dem Onlineshop herder.de auszubauen begonnen hat, auch künftig Wachstumsimpulse zu setzen.

Das bedeutet: Thalia hat die Ausrichtung zum Omnichannel-Händler vollzogen: „Dies bedeutet für Thalia, das Kanaldenken aufzugeben und vom Kunden ausgehend zu denken“, so Herder. Die Kunden werden also sozusagen dort abgeholt, wo sie sind. Umgesetzt wird dies, indem der Kunde im gesamten Kaufprozess, vom Stöbern bis zur Lieferung, flexibel auf Services zugreifen kann. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz von Digital-Signage-Screens in den Thalia-Buchhandlungen, die den Kunden die Infos aus der Online-Welt zugänglich machen.

Service im Laden

Der stationäre Buchhandel, der für Beratung durch sehr gut ausgebildete Buchhändler und für Wohlfühlambiente steht, wird aber weiterhin einen hohen Stellenwert haben. Und da es immer konkrete Menschen sind, die einen beim Buchkauf beraten, bleiben Beratung und Service durch die Mitarbeiter von Thalia von zentraler Bedeutung, weswegen man im Hause stark auf Ausbildung setzt: „Thalia beschäftigt rund 850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bildet 100 Lehrlinge aus“, sagt Josef Pretzl, der Thalia.at-Geschäftsführer. „Auch im Sommer 2017 werden wieder 30 neue Lehrlinge eingestellt werden.“

Stichwort Österreich

Josef Pretzl präzisiert die Lage des Unternehmens in Österreich: „Der stationäre Buchmarkt in Österreich ist von Jänner bis Oktober um rund vier Prozent zurückgegangen, während der Onlinebuchmarkt um rund 6,9 Prozent gewachsen ist, dabei hat sich Thalia in Österreich sowohl im Stationär- als auch im Online-Handel besser als der Markt entwickelt.“ Insgesamt betreibt Thalia in Österreich 35 Filialen und beschäftigt 850 Mitarbeiter. Anzumerken sei, dass Thalia.at in Österreich das Geschäft abwickle und die Wertschöpfung der Mitarbeiter auch in Österreich bleibe: „Die Onlinebestellungen auf www.thalia.at liefern wir in der Regel unseren österreichischen Kunden schneller als Amazon, und die Wertschöpfung findet in Österreich statt. Im letzten Jahr fanden bei Thalia in Deutschland auch Sortimentserweiterungen für ein erweitertes Einkaufs-Erlebnis statt, wie beispielsweise im E-Commerce-Angebot Rubriken wie der Reiseshop in Zusammenarbeit mit ,Berge&Meer‘‚ und seit Anfang Oktober das Sortiment ,Wohnen‘“, sagt Pretzl.

Omnichannel in der Thalia-Praxis

An wichtigen Einkaufsstandorten hat Thalia.at die Einzelhandelsdistribution durch Neueröffnungen und Modernisierungen weiter ausgebaut. Von den Kunden sher gut angenommen würden die Cross-Channel-Services Filialabholung und Abreservierung, so Pretzl. Derzeit würden fast ein Viertel der Bücher von den Kunden online reserviert und in den Filialen abgeholt. „Innerhalb einer Stunde erhält der Kunde die Antwort, wann er sein Buch abholen kann“, erklärt Pretzl den stark nachgefragten Service. Jeder 10. Kunde hat bereits die Thalia.at-Bonuscard, und auch die neuen Thalia-Apps nutzen immer mehr Menschen zum Lesen und Kaufen. In diesem Zusammenhang muss der Thalia-E-Reader Tolino erwähnt werden: Den neuen Tolino Vision 4 HD hat man zusammen mit der Tolino-App bereits am 8. November – also rechtzeitig vor Weihnachten – der Öffentlichkeit präsentiert. Er wartet mit drei neuen Features auf: eine Beleuchtung, bei der sich die Farbtemperatur dem Tagesverlauf anpasst, rund dreimal so viel freier Speicherplatz und ein beidseitig einsteckbares Kabel.

Thalia ist mit mehr als 280 Filialen der Branchenprimus in Deutschland, Österreich und der Schweiz und bleibt auf allen Kanälen auf Wachstumskurs. Manuel Herder fasst zusammen:  „Das Unternehmen hat Ende September 2016 das Geschäftsjahr mit drei Prozent vergleichbarem Umsatzwachstum über alle Kanäle in Deutschland und Österreich abgeschlossen. Das stationäre Geschäft verzeichnet länderübergreifend ein Plus von einem Prozent auf vergleichbarer Fläche. Der Bereich E-Commerce verzeichnete ein Umsatzplus von elf Prozent. Der Umsatz mit E-Books konnte bei Thalia im abgeschlossenen Geschäftsjahr um rund 15 Prozent gesteigert werden. Generell kann von einem sehr guten Jahr für Thalia gesprochen werden.“
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