Lugner City: Lugner kämpft weiter
 
Lugner City

Lugner kämpft weiter

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Intervenieren am 13. September in Brüssel für liberalere Offnungszeiten: Dr. Adrian Hollaender (li.) und Richard Lugner
Intervenieren am 13. September in Brüssel für liberalere Offnungszeiten: Dr. Adrian Hollaender (li.) und Richard Lugner

Obwohl mit der Lex Dayli die Sonntagsöffnung per Gesetz gestorben ist, kämpft der umtriebige Baumeister weiter um liberalere Öffnungszeiten.

Nachdem seine Klagen gegen die aufgrund unzähliger Ausnahmegenehmigungen seiner Meinung nach zu Unrecht an Sonntagen geöffnete Märkte (Spar am Flughafen, Spar Gourmet in der Getreidegasse) abgefedert wurden, versucht es Richard Lugner gemeinsam mit Rechtsanwalt Dr. Adrian Hollaender nun direkt in Brüssel. So werden die beiden am 13. September bei der EU-Kommission Generaldirektion Binnenmarkt und Dienstleistungen vorsprechen und eine Art Petition pro Gleichstellung der Öffnungszeiten zu überbringen. Lugner: "Entweder sind wir in einem gemeinsamen Markt oder nicht. Österreich ist bei der Anzahl der Öffnungsstunden europaweit Schlußlicht und in Sachen Sonntagsöffnung einer der letzten hartnäckigen Verweigerer. Es ist höchste Zeit für liberalere Gesetze."

Wobei sich Lugner neuerdings auch auf ein neues Feidbild einschwor, nämlich die Online-Shops und all jene in der Wirtschaftskammer, die diese forcieren. Lugner: "Online-Shops unterliegen keinerlei Einschränkungen in Sachen Öffnungszeiten, können sieben Tage die Woche 24 Stunden lang offen haben."

Auch was seinen im Februar dieses Jahres von den Behörden abgedrehten Testlauf mit einem Kinoshop - zwei Boutiquen in der Lugner City hielten auch sonntags offen und boten Mode sowie Accessoires aus aktuellen Filmen an - betrifft, ist die Reise für Lugner noch nicht zu Ende. "Am 9. September gibt es eine Verhandlung beim Handelsgericht Wien", so Lugner, "da wird dann ein Sachverständiger entscheiden ob das Offenhalten rechtens war oder nicht".
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