Mariahilfer Straße in Wien: MaHi: 70 % der Be...
 
Mariahilfer Straße in Wien

MaHi: 70 % der Betriebe gegen neue Verkehrslösung

WKÖ Wien
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Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, verlangt Rückkehr an den Verhandlungstisch wegen Umsatzrückgängen und gesunkener Kundenfrequenz.

Die Wirtschaftskammer Wien hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Peter Hajek mit einer repräsentativen telefonischen Unternehmerumfrage zum Thema Mariahilfer Straße Neu und die Auswirkungen der Verkehrsänderungen in den Bezirken Mariahilf und Neubau beauftragt. "Das Ergebnis ist so eindeutig, dass sich die Politik ein Übergehen der Bedürfnisse der Wirtschaft nicht leisten kann. Jetzt ist eine Rückkehr an den Verhandlungstisch zwingend, damit die Mariahilfer Straße vom Bollwerk zwischen den beiden Bezirken wieder zur beliebtesten Einkaufsstraße Österreichs wird", kommentiert Brigitte Jank, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien, die erhobenen Fakten.

Die wichtigsten Ergebnisse



  • Die große Mehrheit der Unternehmer lehnt die Beibehaltung der neuen Verkehrssituation ab: 70 % sind dagegen
  • Überdurchschnittlich hohe Ablehnung gibt es beim Handel, beim Handwerk und Gewerbe sowie bei der Gastronomie. Das sind jene Unternehmen, die die Erdgeschoßzonen maßgeblich prägen.
  • Die Umsätze sind bei 31 % der Betriebe gesunken, gestiegen nur bei 12 %
  • Umsatzrückgänge beklagen vor allem kleine Unternehmen (bis 9 MA), der Handel und die Gastronomie sowie Unternehmen direkt auf der Mariahilfer Straße.
  • Die Kundenfrequenz ist ebenfalls gesunken. 30 % der Betriebe sprechen von einem deutlichen Rückgang.


Die wichtigsten Anliegen der Unternehmer bei der Neugestaltung wurden ebenfalls abgefragt:

  • Knapp 9 von 10 der Befragten sind für mehrere Querungsmöglichkeiten. - Knapp drei Viertel fordern, dass Taxis jederzeit in die Mariahilfer Straße zufahren dürfen.
  • Außerdem sprechen sich zwei Drittel für mehr Kurzparkplätze rund um die Mariahilfer Straße und Haltemöglichkeiten/Ladezonen in der Mariahilfer Straße.


"Es geht um die Existenz der Betriebe in und rund um eine der wichtigsten Geschäftsstraßen Österreichs", erklärte Brigitte Jank. "Die neue Verkehrslösung mit den fehlenden Querungen, den umgedrehten Einbahnen, den neuen Sackgassen und den fehlenden Parkmöglichkeiten ist aus Sicht der Unternehmer klar durchgefallen."
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