Lebensmitteleinzelhandel: Marktbereinigungspr...
 
Lebensmitteleinzelhandel

Marktbereinigungsprozess im LEH geht weiter

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Keinen Lebensmittelfilialisten gibt es in rund 700 Gemeinden
Keinen Lebensmittelfilialisten gibt es in rund 700 Gemeinden

Die Anzahl der Standorte im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel ist weiter rückläufig, gleichzeitig müssen hierzulande rund 700 Gemeinden ohne Lebensmittelfilialisten auskommen.

Rund 5.130 Geschäfte des filialisierten und organisierten Lebensmitteleinzelhandels gibt es in Österreich. Mit einer Gesamtverkaufsfläche von mehr als 2,8 Millionen Quadratmetern deckt der filialisierte Lebensmittelhandel rund 70 Prozent aller Gemeinden ab und erreicht 92 Prozent der Bevölkerung. Doch während es für Stadtbewohner selbstverständlich ist, zwischen zwei bis drei Supermärkten für den täglichen Lebensmitteleinkauf wählen zu können, müssen sich nahezu 700 Gemeinden in Österreich entweder nur mit kleinen, nicht filialisierten Lebensmittelgeschäften zufrieden geben oder den Weg in eine Nachbargemeinde auf sich nehmen, um Lebensmittel einkaufen zu können. Davon betroffen sind vorwiegend bevölkerungsarme Gemeinden, insbesondere in der Steiermark (über 200 Gemeinden), in Niederösterreich (nahezu 150 Gemeinden) und in Oberösterreich (125 Gemeinden).

Marktbereinigungsprozess geht weiter



Ungeachtet dessen ist die Anzahl der Standorte im filialisierten Lebensmittelhandel weiter rückläufig. Zuletzt schritt die Konsolidierung des Marktes durch die Übernahme von Adeg-Filialen durch Rewe sowie durch den Rückzug von Zielpunkt aus dem Bundesland Salzburg voran, und so gibt es im Vergleich zum Jahr 2009 heuer mehr als 100 filialisierte Geschäfte weniger.

Höchste Outletdichte im Burgenland



Die höchste Dichte an filialisierten Lebensmittelgeschäften gemessen an der Zahl der Haushalte hat derzeit das Burgenland. Auf eine Lebensmittelfiliale kommen dort rund 496 Haushalte. Rechnerisch die geringste Dichte hat Wien mit etwa 1.100 Haushalten pro filialisiertem Geschäft. Neben Salzburg war Wien auch das einzige Bundesland, das im Vorjahr einen Zuwachs bei den filialisierten Lebensmittelgeschäften zu verzeichnen hatte. Mit mehr als 1.000 Geschäften die meisten Supermärkte im Bundesländervergleich hat Niederösterreich, jedoch standen dort im vergangenen Jahr auch die meisten Schließungen auf der Tagesordnung.

In Relation zur Haushaltsanzahl hat das Burgenland die höchste Dichte an filialisierten Lebensmittelgeschäften© Grafiken: RegioData Research GmbH
Grafiken: RegioData Research GmbH
In Relation zur Haushaltsanzahl hat das Burgenland die höchste Dichte an filialisierten Lebensmittelgeschäften© Grafiken: RegioData Research GmbH
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