Etailment Wien Konferenz: Mehr als 600 Besuch...
 
Etailment Wien Konferenz

Mehr als 600 Besucher bei der Premiere

Rene Strasser für Werbeplanung.at
Bernd Platzer, werbeplanung.at ©Rene Strasser für Werbeplanung.at
Bernd Platzer, werbeplanung.at ©Rene Strasser für Werbeplanung.at

In Kooperation mit der vierten Google Analytics Konferenz ging im Wiener Austria Trend Hotel Savoyen vom 23. bis 25. Februar die erste Etailment Wien Konferenz rund ums Thema E-Commerce über die Bühne.

Dem Training Day am Montag, 23. 2., im Rahmen der vierten Google Analytics Konferenz folgten zusammen mit der ersten Etailment Wien Konferenz der Conference Day am Dienstag und als Abschluss der gemeinsame Workshop Day am Mittwoch. Insgesamt konnten an allen drei Veranstaltungstagen mehr als 600 Besucher im Austria Trend Hotel Savoyen am Wiener Rennweg begrüßt werden.

Besucherstärkster Tag war der Conference Day mit mehr als 500 Gästen. Sie konnten zwischen 30 Panels mit Vorträgen zu den Themen Strategie, Payment, Digital Experience, Convenience, Everywhere Commerce, Data Driven Commerce und Social Commerce wählen.

In seiner eröffnenden Rede sagte Initiator Bernd Platzer von werbeplanung.at: „Über den Kunden Bescheid zu wissen und die Vertriebskanäle danach auszurichten, entscheidet heute über den Erfolg von Händlern.“ Wo liegen nun die Vorteile, zwei Konferenzen in Kooperation gleichzeitig zu veranstalten? „Commerce ohne Analyse ist wie Fischen im Trüben, Analyse ohne Commerce nur Selbstzweck“, wie Platzer ausführt.

E-Commerce hat den Browser verlassen



Michelle Beeson, Analystin bei Forrester Research, hielt die Opening Keynote mit dem Titel „Get ready for a multi-touchpoint retail future“. Zunächst verwies sie darauf, wie stark sich die Customer Journey in den vergangenen Jahren verändert hat: „Vor zehn Jahren war die Customer Journey noch linear. Es gab eine Website und ein Callcenter, aber es gab keine Überschneidungen zwischen den verschiedenen Punkten der Customer Journey“. Heute sei das freilich anders: Die Zahl der Devices und das Retailverhalten haben sich massiv geändert. „E-Commerce hat den Browser verlassen“, beschreibt Beeson. Überhaupt spricht Beeson heute vom „empowered customer“. „Die Macht liegt heute in den Händen des Konsumenten. Wir können Services nutzen, wann, wie und wo wir wollen“, so Beeson.

Das habe sich auf die gesamte Wertschöpfungskette im Commerce ausgewirkt. Heute sei es entscheidend, dieses neue Konsumentenverhalten zu verstehen und den Konsumenten ein positives Usererlebnis auf allen Kanälen zu bieten. Diese seien so vielfältig, das es oft schwer fällt, den Überblick zu bewahren: Neben Websites gibt es heute unter anderem Smartphones, Tablets, soziale Netzwerke, physische Geschäfte und viele Kanäle mehr. „Das macht die Customer Journey extrem komplex“, plädierte Beeson. Entscheidend sei aus ihrer Sicht ist vor allem die zunehmende Nutzung mobiler Devices.

Dynamisches Wachstum



„Der Weg zum Kunden im 21. Jahrhundert“ war das Thema, zu dem Michael Nitsche vom Gallup Institut, Hanna Bomba von RegioPlan, René Tritscher von der WKO und Johannes Weinzierl von Hartlauer diskutierten. Dabei ging es darum, wie sich stationärer Handel und Online-Handel beeinflussen und, ob die beiden Vertriebswege überhaupt noch getrennt voneinander betrachtet werden können.

„Online einkaufen wird immer beliebter“, resümierte Michael Nitsche eine repräsentative Studie zum Einkaufsverhalten der Österreicher. Zwischen 2013 und 2015 stieg die Anzahl derer, die zumindest einmal im Jahr online einkaufen von 57 auf 77 Prozent. „Einkaufen ist heute multimedial“, so Nitsche. Es gibt nicht mehr Onlinehandel auf der einen und stationären Handel auf der anderen Seite. Beide Bereiche sind verknüpft und künftig wird es keine Seltenheit sein, dass Kunden mit dem Smartphone oder Tablet im Geschäft stehen. Die Umsätze im stationären Handel sind gleichbleibend, während es im Online-Bereich ein dynamisches Wachstum gebe, so René Tritscher. Dabei müsse man aber bedenken, dass online insgesamt nur circa fünf Prozent der Umsätze ausmacht.


Umfangreiche Fachausstellung



Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine Fachausstellung: die Expo bot einen Marktüberblick über die wichtigsten E-Commerce- und Online-Marketing-Player. Insgesamt 19 Aussteller aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren ihre Dienstleistungen und Produkte: ACRIS E-Commerce, Digital Analytics Association (DAA), digital concepts Software & Design, e-dialog, Euro-Label – Österreichisches E-Commerce Gütezeichen, HEROLD Business Data, luna-park, MasterCard, MaTelSo, Österreichische Post, PayLife, pimcore, Rakuten.at, shop24.at, shopware, Smarter E-Commerce, webalytics, Webtrekk und Wirecard CEE. Einige der Unternehmen tragen auch inhaltlich zum facettenreichen Programm bei.
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