ÖGB: Mehr Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik...
 
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Mehr Geld für aktive Arbeitsmarktpolitik nötig

"Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit auch im Oktober und die Prognosen für das kommende Jahr erfordern zusätzliche Investitionen in aktive Arbeitsmarktpolitik", sagt vida-Vorsitzender und ÖGB-Arbeitsmarktsprecher Rudolf Kaske angesichts der am 5.11. veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für Oktober 2012. Die Zahl derArbeitslosen - inklusive Schulungsteilnehmer - stieg gegenüber dem Oktober des Vorjahres um 7,5 Prozent auf 322.805 Personen.

"In krisenhaften Zeiten heißt es gegensteuern", so Kaske: "Dazu braucht es ausreichend Personal zur Betreuung und Beratung der Jobsuchenden und ausreichend Geld, um Maßnahmen zu finanzieren, die sich auch in der Krise 2008 und in den Folgejahren bewährt haben." Investiert werden müsse vor allem in Weiterbildung und Höherqualifizierung: "Denn nahezu jeder zweite beim AMS gemeldete Jobsuchende verfügt nur über eine geringe berufliche Qualifikation." Auch für Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Bildungskarenzen müssten genügend Mittel vorhanden sein.

Besonders besorgniserregend ist für Kaske der starke Anstieg von 10,7Prozent bei Arbeitslosen über 50 auf 56.739 Personen. Einmal mehr fordert der Gewerkschafter daher die rasche Einführung eines Bonus-Malus-Systems: "Unternehmen, die keine oder zu wenige ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen, sollen einen Malus zahlen; Firmen, die überdurchschnittlich viele Ältere beschäftigen, mit einem Bonus belohnt werden."
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