Europäische Union: Mehr Schutz für Landwirte
 
Europäische Union

Mehr Schutz für Landwirte

European Union / Patrick Mascart
Während der AdR-Plenarsitzung, es spricht gerade Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimaschutz und Energie; links: Karl-Heinz Lamberts, Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, rechts: Ashok Alexander Sridharan © European Union / Patrick Mascart
Während der AdR-Plenarsitzung, es spricht gerade Miguel Arias Cañete, Kommissar für Klimaschutz und Energie; links: Karl-Heinz Lamberts, Präsident des Europäischen Ausschusses der Regionen, rechts: Ashok Alexander Sridharan © European Union / Patrick Mascart

Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) verabschiedete am 4. Juli eine Reihe von Empfehlungen zur Richtlinie über unlautere Handelspraktiken, die den Landwirten besseren Schutz gewähren sollen.

Konkret geht es um unlautere Handelspraktiken in den Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen in der Lebensmittelversorgungskette. Diesbezüglich hat der AdR deutlich gemacht, dass die Europäische Union mehr für die Einkommenssicherung der Landwirte tun muss. Die Empfehlungen zielen darauf ab, die negativen Auswirkungen der hohen Preisvolatilität zu verringern, damit die Landwirtschaft und die Lebensfähigkeit des ländlichen Raums bewahrt bleiben.

In der vom Bürgermeister von La Canourgue (Okzitanien, Südfrankreich), Jacques Blanc (FR/EVP), erarbeiteten Stellungnahme des AdR, die mit großer Mehrheit auf der Plenartagung des Ausschusses verabschiedet wurde, wird insbesondere empfohlen, den Geltungsbereich der Richtlinie auszuweiten. Außerdem soll die Liste der unlauteren Handelspraktiken, die allen Akteuren der Lebensmittelversorgungskette untersagt sind, ergänzt werden. Weiterhin blickt der AdR auf mögliche künftige missbräuchliche Praktiken und hat vorgeschlagen, ein grundsätzliches Verbot unlauterer Handelspraktiken in die Richtlinie aufzunehmen.

Die Einkommen der Landwirte liegen derzeit 40 % unter dem Durchschnittsgehalt. Momentan sieht die Aufteilung des Werts landwirtschaftlicher Erzeugnisse folgendermaßen aus: Der Landwirt erhält im Durchschnitt 21 %, der Verarbeiter 28 % und der Händler 51 %. Auf der kommunalen Ebene wird die Auffassung vertreten, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um diesen Trend umzukehren und den Anteil, der Landwirten von den Lebensmittelausgaben der Haushalte zufließt, anzuheben, wie es auch in der AdR-Stellungnahme zur GAP nach 2020 empfohlen wird.

Die Blanc-Stellungnahme zum Download (nach dem Klicken auf den Link die Kachel mit dem gewünschten Sprachkürzel anklicken)
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