Metro AG: Kaufland meldet Übernahme von Real-...
 
Metro AG

Kaufland meldet Übernahme von Real-Standorten an

Real

Kaufland hat beim Bundeskartellamt die Übernahme von bis zu 101 Standorten aus dem Real-Bestand angemeldet. Damit dürfte nun der Poker insbesondere mit Rivale Edeka um die interessantesten Märkte in die heiße Phase eintreten.

Wie die Lebensmittelzeitung (LZ) berichtet, hat die Schwarz-Tochter Kaufland ihr Interesse an einer "hohen zweistelligen Anzahl" von Standorten des SB-Warenhausbetreibers Real offiziell bekundet und beim Bundeskartellamt zur Prüfung angemeldet. In der Liste der laufenden Zusammenschlussverfahren wird der Erwerb "von bis zu 101 Standorten" durch die Konzerngesellschaften Kauf­land Im­mo­bi­li­en GmbH & Co. KG und Kauf­land Dienst­leis­tung GmbH & Co. KG aufgeführt.

Die unmittelbare Beteiligung von Kaufland Immobilien an dem Übernahmevorhaben kann als Indiz gewertet werden, dass es den Neckarsulmern nicht allein um das operative Geschäft von Real geht. Gleichwohl betont Kaufland, dass es bei dem Erwerb auch darum gehe, den "Real-Mitarbeitern eine berufliche Perspektive" zu bieten. Damit grenzt sich die Schwarz-Tochter gezielt von Mitbewerber Rewe ab. Die Kölner, die an einem Paket von 18 Real-Standorten interessiert sein sollen, prüfen dem Vernehmen nach auch ihre Optionen, die Mitarbeiter nicht zum Bestandteil eines Deals zu machen.

Laut Informationen der LZ ist Kaufland insbesondere an 88 Standorten der bisherigen Metro-Tochter Real interessiert. Dass der Großflächendiscounter nun sogar die Übernahme von über 100 Märkten anmeldet, hat pragmatische Gründe: Enthalten sind in der Anmeldung auch Ersatzstandorte, sollte Kaufland nicht bei allen  favorisierten Häusern zum Zug kommen.

Die Anmeldung ist losgelöst vom bevorstehenden Closing des Verkaufs von Real durch Metro an den russischen Investor SCP. Für diesen Abschluss wurde in dieser Woche der 25. Juni als Stichtag bekannt gegeben. Die Verteilung der Standort-Pakete hingegen geht nun erst in die heiße Phase: Neben Kaufland sind außer Edeka und Rewe auch Globus und Tegut an kleineren Paketen interessiert.

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