Haniel: Metro-Beteiligung führt zu Milliarden...
 
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Metro-Beteiligung führt zu Milliarden-Verlust

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Die Haniel-Zentrale in Duisburg © Haniel
Die Haniel-Zentrale in Duisburg © Haniel

Wie LZnet berichtet, hat die Beteiligung am Handelskonzern Metro dem deutschen Familienkonzern Haniel im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingebrockt.

Restrukturierungskosten sowie niedrigere Erträge aus dem operativen Geschäft der Metro AG belasteten das Haniel-Ergebnis. Vor allem aber Wertberichtigungen auf die Metro-Beteiligung führen dazu, dass der Duisburger Konzern einen Vorsteuerverlust von 1,5 Milliarden Euro ausweisen muss.

Dadurch lief unter dem Strich bei dem über 250 Jahre alten Unternehmen ein Verlust von 1,9 Mrd. Euro auf. Haniel-Chef Stephan Gemkow sprach von einem "historischen Verlust", der einen deutlichen Einschnitt markiere.

Im Jahr zuvor hatte Haniel noch 236 Mio. Euro verdient. Auf eine Dividende für 2012 müssen die Mitglieder des Haniel-Clans verzichten - zum ersten Mal in Friedenszeiten in der Geschichte des Unternehmens.

Haniel ist größter Einzelaktionär bei der Metro. Im Jahr 2007 hatte Haniel seinen Metro-Anteil von damals 18 auf 34 Prozent aufgestockt und sich dafür mit rund drei Mrd. Euro verschuldet. Die Hoffnung, dass sich das Investment durch den anschließenden Verkauf von Unternehmensteilen finanziell rechnen würde, erfüllte sich nicht.

Um Geld in die klammen Kassen zu kriegen, verkaufte Haniel im Februar dieses Jahres wieder einen Teil seines Metro-Pakets und senkte so seinen Anteil auf 30 Prozent.

Haniel ist zudem Mehrheitseigner beim Pharmagroßhändler Celesio. Zum Konzern gehören auch der Rohstoffrecycler ELG, der Büroausstatter Takkt sowie der Waschraumhygiene-Spezialist CWSboco.
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