Metro: Metro droht aus dem Dax zu fallen
 
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Metro droht aus dem Dax zu fallen

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Seit mittlerweile 16 Jahren ist der Handelsriese Metro im DAX gelistet.

Doch nun droht der Abschied aus dem bedeutendsten Aktienindex Deutschlands. Genau Gewissheit darüber wird es am 5. September nach Börsenschluss geben.

Entscheidend für den Verbleib im DAX ist die Marktkapitalisierung des Streubesitzes bezogen auf die letzten 20 Handelstage im August. Der Streubesitz, auch als "Free Float" bezeichnet, macht bei der Metro-Aktie rund 40 Prozent aus, die restlichen 60 Prozent werden nicht an der Börse gehandelt und befinden sich in den Händen der Metro-Großaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim. Laut Informationen von LZ-net.de betrug die Marktkapitalisierung von Metro am 29. August 2012 rund 7,9 Mrd. Euro. Auf den Streubesitz entfielen davon rund 3,2 Mrd. Euro, etwa 300 Mio. Euro zu wenig, um den Abstieg aus dem DAX noch zu vermeiden. Dass Deutschlands größter Händler in diese Situation kommen könnte, galt bis vor rund zwei Jahren als unvorstellbar. Noch Anfang 2011 lag der Kurs der Metro-Aktie bei 55 Euro, akutell notiert man bei rund 24 Euro. Mit dem Ausscheiden aus dem DAX drohen weitere Verluste, zumal die Aktie aus sämtlichen Fonds und Indexfonds fliegt, die in den wichtigsten deutschen Aktienindex investieren.

Neben Metro wird wahrscheinlich ab dem 21. September 2012, dem Datum der Neugestaltung des DAX, auch der Maschinenbauer MAN den Index verlassen müssen. Als Nachrückkandidaten gelten der Automobilzulieferer Continental und das Chemieunternehmen Lanxess.
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