Metro: Metro macht Verluste und forciert Konz...
 
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Metro macht Verluste und forciert Konzernumbau

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Metro plant die Aufspaltung des Konzerns. © Metro AG
Metro plant die Aufspaltung des Konzerns. © Metro AG

Der Handelskonzern Metro schreibt rote Zahlen. Im dritten Quartal wies der Konzern 24 Mio. Euro Defizit aus. Der Umsatz sank im 3. Quartal um 2,7 Prozent auf 13,6 Mrd. Euro.

Im Vorjahr konnte der Händler noch auf ein Plus von 124 Mio. Euro bilanzieren. Der Grund für die nun roten Zahlen waren Einmalkosten in Höhe von 190 Mio. Euro, maßgeblich für den beschleunigten Umbau bei Metro C+C in Deutschland, Italien und Belgien, so der Konzern. Vorstandschef Olaf Koch sieht trotz der Zahlen eine positive Entwicklungen: „Wir sind mit der Neuausrichtung des Unternehmens für mehr Wachstum, Kundenorientierung und unternehmerisches Handeln auf dem richtigen Weg“, betonte er.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Metro allerdings. Das dritte Quartal sei für die Ergebnisentwicklung des Konzerns ein „relativ unwichtiges“, sagte Vorstandschef Olaf Koch. Entscheidend sei vielmehr das anstehende Weihnachtsgeschäft. Für 2015/16 geht Koch daher weiterhin von einer leichten Steigerung bei Umsatz und operativem Ertrag (Ebit) vor Sondereffekten aus.

Die Umsätze im Geschäft mit der Belieferung von Kunden wie Gastronomen sowie anhaltendes Wachstum im Online-Geschäft stimmten optimistisch. Media-Saturn habe Verkäufe über das Internet etwa um 34,7 Prozent gesteigert. Aber auch Europas größte Elektronikhandelskette weitete im Quartal den operativen Verlust aus. Zwar beflügelten Mehrumsätze zur Fußball-EM das Geschäft, aber die Margen im Segment seien gering. Zudem investierte die Kette in neue Programme zur Kundenbindung, etwa den Media Markt Club. In Zukunft soll sich das Investment aber auszahlen, versprach Koch.

Metro befindet sich im wohl größten Umbau der Unternehmensgeschichte. Der Händler plant, sein aktuelles Kerngeschäft, den Großhandel und Real, in eine neue börsennotierte Gesellschaft auszugliedern. Der Elektronikhandel mit Media Markt und Saturn würden im Konzern verbleiben. Hier belastet der Streit mit Erich Kellerhals auch die operativen Geschäfte. Näheres zu den Umbauplänen werde im September bekannt gegeben, heißt es.  

Die Metro AG betreibt in Österreich 12 Cash & Carry Märkte sowie 49 Märkte unter Media Markt und Saturn.
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