Migros: Gewinn mehr als verfünffacht
 
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Gewinn mehr als verfünffacht

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Einmaleffekte wie der Verkauf von Globus und des Glattzentrums in der Nähe von Zürich ließen den Gewinn der Migros-Gruppe 2020 auf 1,76 Milliarden Franken (1,59 Milliarden Euro) steigen.

Das Jahr 2020 bescherte der Schweizer Migros-Gruppe ein Wachstum des konsolidierten Umsatzes um 4,4 Prozent auf 29,95 Milliarden Franken (27,08 Milliarden Euro). Davon entfielen mit 2,99 Milliarden Franken (2,71 Milliarden Euro; plus 31 Prozent) erstmals mehr als zehn Prozent des Gesamtumsatzes auf den Onlinehandel.

Während der Umsatz in der Gastronomie aufgrund von coronabedingten Schließungen um 41,5 Prozent auf 434 Millionen Franken (392 Millionen Euro) sank, erzielten die Super- und Verbrauchermärkte ein Plus von 7,4 Prozent auf 12,46 Milliarden Franken (11,26 Milliarden Euro). Hier waren Bio-Lebensmittel sehr gefragt, deren Umsatz sich um 15,6 Prozent auf 1,21 Milliarden Franken (1,09 Milliarden Euro) erhöhte.


Das EBIT der Migros-Gruppe belief sich 2020 auf 1,87 Milliarden Franken (1,69 Milliarden Euro), der Gewinn auf 1,76 Milliarden Franken (1,59 Milliarden Euro). Dieses Resultat, das um das 5,2-fache über dem Wert von 2019 liegt, ist maßgeblich beeinflusst vom Verkauf von Globus (inklusive Immobilien von großen Globus-Standorten) sowie vom Verkauf des Glattzentrums in der Nähe von Zürich. Bereinigt um Einmaleffekte liegt der Gruppengewinn 2020 bei 555 Millionen Franken (502 Millionen Euro).

Die Eigenkapitalbasis der Migros-Gruppe erhöhte sich 2020 um 1,71 Milliarden Franken (1,54 Milliarden Euro) auf 20,49 Milliarden Franken (18,53 Milliarden Euro). Im Handels- und Industriegeschäft weist Migros somit eine Eigenkapitalquote von 71,7 Prozent aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 betrug die Eigenkapitalquote von Metro 15,6 Prozent, von Tesco 25,4 Prozent, von Amazon 29,1 Prozent, von Walmart 31,6 Prozent und von der österreichischen Spar Holding AG 36,1 Prozent.

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