Schlecker: Millionen-Klage abgewiesen
 
Christian Pleschberger/CASH-Archiv
Schlecker hat 2012 Insolvenz angemeldet. Rund 25.000 Menschen haben ihren Job verloren.© Christian Pleschberger/CASH-Archiv
Schlecker hat 2012 Insolvenz angemeldet. Rund 25.000 Menschen haben ihren Job verloren.© Christian Pleschberger/CASH-Archiv

Wie kürzlich bekannt wurde, hat das Landgericht Frankfurt der Klage von Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz gegen das Drogeriewaren-Kartell in erster Instanz nicht stattgegeben.

Geiwitz forderte von den Herstellern Beiersdorf, GlaxoSmithKline, Erdal-Rex, P&G, Gillette Gruppe Deutschland, L'Oréal Deutschland und Coty Germany 212 Millionen Euro wegen angeblich kartellbedingt erhöhten Preisen. Hintergrund für die Klage gegen Mitglieder des ehemaligen Arbeitskreises "Körperpflege, Wasch- und Reinigungsmittel" (KWR) im Markenverband waren die im März 2013 vom Bundeskartellamt verhängte Bußgelder in Höhe von rund 63 Mio. Euro wegen "wettbewerbsbeschränkendem Informationsaustausch" von März 2004 bis November 2006. Jahrelang soll es demnach unerlaubte Preisabsprachen zwischen den Lieferanten gegeben haben, wodurch Schlecker zu viel für diverse Podukte bezahlt haben soll. Dass die Klage nun abgewiesen wurde, ist für Rechtsanwalt Kai-Thorsten Zwecker von der Kanzlei SGP Schneider Geiwitz im Gespräch mit der Lebensmittelzeitung nicht nachvollziehbar: "Uns hat die Klageabweisung sehr überrascht. Wir warten jetzt die Urteilsbegründung ab und werden dann prüfen, ob wir Rechtsmittel einlegen."

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