Intersport: Mit dem Fahrrad zu mehr Umsatz
 
Intersport

Mit dem Fahrrad zu mehr Umsatz

Austria GmbH/APA-Fotoservice/Juhasz
V.l.: Thorsten Schmitz (Geschäftsführung Intersport Austria GmbH) und David Tews (Ressortleiter Marketing Intersport Austria GmbH und Intersport Deutschland eG) © Austria GmbH/APA-Fotoservice/Juhasz
V.l.: Thorsten Schmitz (Geschäftsführung Intersport Austria GmbH) und David Tews (Ressortleiter Marketing Intersport Austria GmbH und Intersport Deutschland eG) © Austria GmbH/APA-Fotoservice/Juhasz

Intersport meldet steigende Umsätze für das Geschäftshalbjahr 2018/19, wobei der Bike-Verkauf gehörig mitkurbelt hat.

Die Intersport-Händler in Österreich melden gemeinsam mit den aus Österreich geführten Märkten in der Slowakei, Tschechien und Ungarn wieder steigende Umsätze: 441 Mio. Euro (im Vergleich zum Vorjahr per 31. 3. 2018: 427 Mio.) beträgt das Halbjahresergebnis und übertrifft jenes aus dem vorigen Geschäftshalbjahr um 3,5 Prozent. Der Anteil von Intersport Austria am Gesamtumsatz beläuft sich auf 383,7 Mio. Euro (im Vergleich zum Vorjahr per 31. 3. 2018: 371,3 Mio.). Damit baut Intersport seine starke Position im umkämpften Sportartikelmarkt weiter aus und ist mit 22 Prozent Marktanteil nach eigenen Angaben Marktführer. Derzeit betreiben österreichweit 108 Intersport-Händler 280 Shops. Das Ausscheiden der Bründl-Gruppe mit 26 Shops mit Jahresende soll innerhalb von zwei Jahren durch neue Intersport-Händler kompensiert werden. Heuer stehen Neueröffnungen in Linz, Wels, Krems, Katschberg, Maria Alm und Feldkirch bevor, in Graz entsteht bis Oktober auf 5.000 m2 ein Flagshipstore, der gleichzeitig der größte Intersport-Standort in Europa sein wird.

Der Fahrradverkauf, vor allem E-Bikes, hat sich als ziemlicher Umsatztreiber erwiesen, berichtet Intersport-Geschäftsführer Thorsten Schmitz: „Mit 60,5 Prozent Umsatzplus sind die E-Bikes der absolute Renner. Hier zeigt sich die Begeisterung für das neue Trendsportgerät und das Bedürfnis der Kunden nach intensiver Beratung vor dem Kauf.“ Gekauft werden höherwertige Modelle, der Einstiegspreis liegt bei 2.000 Euro. Intersport bietet auch Leasing-Varianten und Versicherungen an. Auch die Kampagne „Home of Bike“ hat das ihre beigetragen, und der Intersport-Sportreport bestätigt für 2018, dass das Radfahren weiterhin die Topsportart bei den Österreichern ist. Jeder zweite (48 Prozent) Österreicher geht regelmäßig Radfahren. Man wird daher weiterhin auf dieses Thema setzen.

Auch Wintersportausrüstungen gehen nach wie vor gut, das Thema Ski alpin steht nach wie vor hoch im Kurs, ganz besonders nachgefragt wurden aber Tourenausrüstungen, Langlaufausrüstungen, und Snowboards. Im Frühjahr und Sommer sind vor allem die Erlebnisbereiche Outdoor und Running mit einem zweistelligen Wachstum maßgeblich für das Umsatzplus verantwortlich. Die vermehrten Käufe von Outdoor-Bekleidung und Runningschuhen zeigen, dass das „Naturerleben“ (79 Prozent) einer der stärksten Motivatoren für Sportler ist – und dass das Wandern nicht mehr bloß für Menschen ab 50 interessant ist: „Vor allem auch junge Leute und Familien zieht es ganz stark raus in die Natur: Der Fashion Aspekt bei der Bekleidung und das Thema Qualität und Beratung werden vor allem bei dieser Zielgruppe immer wichtiger“, konstatiert Thorsten Schmitz.

Ein stark wachsender Bereich (+6,4 Prozent Umsatz) ist der Verleih von Sportequipment, allen voran Ski und Snowboard, aber auch Räder und neuerdings Boards für Stand-up-Paddeling. Österreichweit gibt es bereits 190 Intersport Rent-Standorte. Den E-Scooter-Markt sieht Schmitz schon weitgehend gesättigt, will ihn aber nicht außer Acht lassen. Vorstellen kann sich Schmitz, die Leistungen der Intersport Kundenkarte (u.a. spezielle Angebote, Rabatte) auf Ermäßigungen für Skilifttickets auszudehnen.
stats