MPreis: Passiv-Markt-Standard
 
MPreis
Gleich vier Passivhaus-Zertifikate überreichte Laszlo Lepp (Passivhaus-Institut) vergangene Woche an MPreis-Geschäftsführer Peter Paul Mölk.
Gleich vier Passivhaus-Zertifikate überreichte Laszlo Lepp (Passivhaus-Institut) vergangene Woche an MPreis-Geschäftsführer Peter Paul Mölk.

Mit den neuen Filialen in Hohenems, Anras, Weer und Dellach hat MPreis bereits zwölf zertifizierte Standorte im energieeffizienten Passivhaus-Standard realisiert.

"Die größte Veränderung ist, dass die Architektur heute viel stärker von der Ökologie geprägt wird. Nachhaltige Architektur muss ökologisch sein, von den Baumaterialien bis zum Energieverbrauch in der Filiale", sagte Peter Paul Mölk im CASH-Interview zu lesen in der Juli/August-Ausgabe. Um einen nachhaltigen, energieeffizienten Markt zu gewährleisten setzt das Tiroler Familienunternehmen seit etwa zwei Jahren auf den Passivhaus-Stil. Mittlerweile wurden nach diesem Prinzip bereits zwölf Filialen realisiert. Laszlo Lepp vom Passivhaus Institut Innsbruck überreichte Anfang Juli gleich vier Zertifikate an MPreis Geschäftsführer Peter Paul Mölk. "Die Projekte sind trotz widriger Umstände durch die Pandemie weitergelaufen. Das ist ein wichtiges Zeichen, denn die größte Herausforderung unserer Zeit bleibt der Klimaschutz. Die Qualitätsprüfung für den Passivhaus-Standard der Filialen in Hohenems, Anras, Weer und Dellach kam zu einem positiven Ergebnis. Wir gratulieren MPreis zu weiteren vier energiesparenden Märkten – das Dutzend ist nun voll", so Laszlo Lepp.

In Hohenems steht einer der 12 MPreis-Märkte im Passivhaus-Standard.
Lukas Schaller
In Hohenems steht einer der 12 MPreis-Märkte im Passivhaus-Standard.

Durch die Passivhaus- und Niedrigenergie-Bauweise werden bei MPreis nach eigenen Angaben jährlich über 2187 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Tatsächlich brauchen die Passivhaus-Märkte keine Heizung mehr. Die gedämmte Gebäudehülle ist so effizient, dass die Rückgewinnung der Abwärme von der Lebensmittelkühlung genügt, um eine angenehme Raumtemperatur zu erzielen. Dazu kommt, dass die kontrollierte CO2-gesteuerte Lüftung mit Wärmerückgewinnung ebenfalls zur Energieeffizienz beiträgt und nebenbei für eine bessere Raumluft sorgt. Als angenehmer Nebeneffekt bleiben Obst und Gemüse im Markt länger frisch. "Wir bauen für morgen und übermorgen", erklärt Mölk. Dazu gehört auch, dass der Supermarkt weitergedacht wird und einen Mehrzweck erfüllt. So ist etwa bei der Filiale in Hohenems ein Kindergarten im Gebäude integriert. In Dellach ist die Dachkonstruktion so gestaltet, dass je nach Sonnenverlauf und Jahreszeit Schatten oder Licht gespendet wird. Dieser intelligente Entwurf senkt den Energieverbrauch und bietet zusätzlich einen konstruktiven Sonnenschutz. Der MPreis-Markt in Anras ist mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet, ein Teil des benötigten Stroms wird vor Ort umweltfreundlich aus der Kraft der Sonne erzeugt. Erneuerbare Energie-Erzeugung mit Photovoltaik erfolgt bereits bei mehr als 40 Firmengebäuden.
FactBox
  • MPreis realisierte 2012 den ersten Passivhaus-Supermarkt Mitteleuropas
  • 2021 gibt es 12 MPreis-Filialen nach diesem Standard in Österreich
  • Passivhaus-Märkte verbrauchen ca. 50 % weniger Energie und stoßen ca. 70 Tonnen weniger CO2 pro Jahr aus
  • MPreis nimmt im Bereich Architektur und Nachhaltigkeit eine Vorreiterrrolle ein und hat dafür zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Darunter: Österreichischer Solarpreis, Österreichischer Staatspreis für Architektur, Trigos Nachhaltigkeitspreis, Energy Globe Award
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