Muttertag: Mamas bringen dem Handel Umsatz
 
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Die Österreicher geben zum Muttertag 210 Millionen Euro für Geschenke aus. Damit ist der Tag im Zeichen der Mamas auch in Krisenzeiten ein wichtiger Umsatzbringer für den Handel - allerdings profitiert einmal mehr der Online-Handel am meisten.

Jedes Jahr feiern die Österreicher am zweiten Sonntag im Mai ihre Mütter - und lassen sich das durchaus auch etwas kosten. Eine Konsumentenumfrage der WKÖ in Zusammenarbeit mit der KMU Forschung Austria hat ergeben, dass die Konsumenten zu diesem Anlass etwa 46 Euro pro Kopf ausgeben. Frauen und Männer sind dabei ähnlich spendabel. Der Handelsverband kommt in seiner Umfrage zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Mindtake Research und der Preisvergleichsplattform idealo.at sogar auf 62 Euro pro Person und damit auf drei Euro mehr, als noch im Vorjahr. Damit prognostizieren sie insgesamt 210 Millionen Euro, die die Österreicher für Muttertagsgeschenke ausgeben. "Damit ist der Muttertag insbesondere für den Lebensmittel- und Blumenhandel, aber auch für die Drogerien, Parfümerien und Schmuckhändler ein wichtiger Umsatztreiber, der gerade jetzt in der Corona-Krise wie ein Bissen Brot benötigt wird. Für den Blumenhandel ist der Muttertag neben dem Valentinstag sogar der umsatzstärkste Tag des Jahres", sagt Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbandes.

Blumen, Süßigkeiten, Gutscheine

Blumen sind auch dieses Jahr wieder der Top-Seller unter den Muttertagsgeschenken. Ganz vorne finden sich Rosen, Tulpen und Orichideen. Aber auch Schokolade und andere Süßwaren gehören zu den beliebtesten Aufmerksamkeiten, gefolgt von Gutscheinen, Parfums, Schmuck Ausflügen und Selbstgemachtem. "Mütter leisten schon in gewöhnlichen Zeiten großartiges. In einer Pandemie mit Rundumbetreuung während diverser Lockdowns, Homeschooling oder bei der Betreuung der Enkelkinder zeigen Mütter und Großmütter umso mehr, wozu sie imstande sind. Der österreichische Handel bietet für den Muttertag für jeden Geschmack die richtigen Geschenke, um sich zu bedanken", so Rainer Trefelik, Obmann der Bundesparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich.

Geschenk per Mausklick

Ohne Zweifel ist der Muttertag ein wichtiger Umsatzbringer für Österreichs Handel. Dabei bestellen die Österreicher nach Angaben des Handelsverbands lieber in Online-Shops als im stationären Handel - das ist vor dem Hintergrund der ständigen Schließungen im Non-Food-Handel allerdings keine große Überraschung. Waren es im letzten Jahr fast ein Fünftel der Konsumenten, die im Online-Handel für den Muttertag bestellt haben, so sind es mittlerweile schon mehr als ein Viertel der Konsumenten. Am zweithäufigsten wird im Supermarkt oder beim Discounter (23 %) eingekauft, die ebenfalls nicht von den Schließungen betroffen waren. 20 Prozent präferieren Geschäfte, die nicht direkt auf einer Einkaufsstraße liegen, 15 Prozent shoppen im Einkaufscenter nach einem passenden Geschenk.

Übrigens werden am 9. Mai nicht nur Mütter, sondern auch Schwieger- und Großmütter beschenkt.
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