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Nachhaltigkeitspreis Logistik 2016 für die Post

Gary Milano
Ing. Robert Modliba, MBA, Leitung Produktion & Logistik Österreichische Post, hält den Preis, Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich, gratuliert © Gary Milano
Ing. Robert Modliba, MBA, Leitung Produktion & Logistik Österreichische Post, hält den Preis, Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich, gratuliert © Gary Milano

Preisträger des fünften Nachhaltigkeitspreises Logistik, der jährlich im Rahmen des Logistik Dialogs in Wien von den BVL-Organisationen Österreich und Deutschland verliehen wird, ist die Österreichische Post.

In ihrem Leitbild sagt die Österreichische Post über sich selbst: „Was uns wirklich wichtig ist: Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.“ Dazu gehört, dass Ressourcen sparsam und nachhaltig genutzt werden. So hat die Post ihr Projekt „Es steckt viel Grün im Gelb – Die Modellregion E-Mobility Post“ und das Projekt „Grünes Wien 2016“ entwickelt, das nun beim 32. Logistik Dialog der BVL Österreich in Wien ausgezeichnet wurde.

Einfach machen

„Wir konnten uns davon überzeugen, dass dies nicht nur Theorie und Lippenbekenntnis ist, sondern dass dahinter ganz praktische Konzepte stehen“, so der Vorsitzende der Jury, Dr. Christian Plas, Geschäftsführender Gesellschafter der Denkstatt GmbH, Wien. „Einfach machen“, so erschien der Jury die Maxime, von der sich die Post leiten lässt. Mit der Modellregion E-Mobility Post hat sich die Österreichische Post das Ziel gesetzt, Teile des Fuhrparks auf E-Fahrzeuge umzustellen. Bis Ende 2016 werden rund 1.300 E-Autos, E-Mopeds und E-Fahrräder in ganz Österreich im Einsatz sein. Im Rahmen der Modellregion entstand auch das Projekt „Grünes Wien“. Dabei wird die Post ab Ende 2016 alle Brief- und Werbesendungen an Privatkunden in Wien ausschließlich zu Fuß, mit dem Fahrrad und Elektrofahrrad oder sonstigen E-Fahrzeugen zustellen. Die Elektrofahrzeugflotte der Österreichischen Post umfasst derzeit 1.111 E-Fahrzeuge.

Weitere Preisgründe

Die Jury konnte sich davon überzeugen, dass es der Österreichischen Post gelingt, wirtschaftliches Denken, hohe Servicequalität und umweltschonendes Handeln unter einen Hut zu bringen. Durch den Einsatz der Elektrofahrzeuge wird die Emission von Treibhausgasen deutlich gesenkt, insbesondere, da der Strom für die Fahrzeuge aus erneuerbarer Energie stammt. Die Post errichtete dafür auf dem Dach des Briefzentrums Wien eine Photovoltaikanlage und eine weitere Anlage am Logistikzentrum Allhaming und bezieht darüber hinaus Strom aus erneuerbaren Energiequellen.

Die Transportleistungen der Post werden auf diese Art und Weise umweltschonender. Zur Freude vieler lärmgeplagter Menschen werden sie auch leiser. Und die Post hat sich darüber hinaus kreative Zusatznutzungen einfallen lassen, die im Moment in der Erprobung sind: So läuft in Salzburg ein Test, bei dem Zustellfahrzeuge der Post im Sinne eines Car Sharing-Angebots an private Nutzer vermietet werden. Gemeinsam mit der ÖBB gibt es Überlegungen, Pendlern die Nutzung von E-Fahrzeugen der Post auf ihrer Fahrt zu den Haltepunkten der ÖBB zu ermöglichen. „Das ist Zukunftsmusik, die in unseren Ohren sehr gut klingt“, so Plas in seiner Laudatio.

Den Preis nahm Ing. Robert Modliba, MBA, Leitung Produktion & Logistik der Österreichischen Post, entgegen. Die speziell für den Nachhaltigkeitspreis geschaffene Preisskulptur „open end“, die zusammen mit der Urkunde überreicht wurde, ist das Werk des Cuxhavener Künstlers Andreas Green. Die Skulptur besteht aus den Naturmaterialien Holz, Leim, Sand und Pigment – ganz im Sinne des Gedankens der Nachhaltigkeit.
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