Nah&Frisch: Wie sich das Einwegpfand am Land ...
 
Nah&Frisch

Wie sich das Einwegpfand am Land auswirkt

Johannes Brunnbauer

Nah&Frisch Geschäftsführer Hannes Wuchterl fürchtet, dass kleine Händler durch fehlende Rücknahmestellen einen Wettbewerbsnachteil haben werden.

Ab einer Fläche von 400 Quadratmetern wollen Rewe International, Hofer und Lidl zukünftig Pfandgebinde zurücknehmen. Für Händler mit weniger Geschäftsfläche wäre die Integration der dazugehörigen Infrastruktur zu kompliziert gewesen, hieß es im Vorfeld von vielen Seiten. Dass kleine Händler nun dennoch einen Nachteil durch diese Vorgaben haben, meint Nah&Frisch Geschäftsführer Hannes Wuchterl: "Die Ausnahme kleiner Händler bei der Rücknahmepflicht von Leergut ist keine gelungene Lösung. Im Gegenteil, Kunden werden dort einkaufen, wo sie ihre Plastikflaschen zurückgeben können. Damit wandern weitere Einkäufe von den kleinen Nahversorgern zu den großen Ketten. Das Veröden der Dorfkerne wird in Kauf genommen."

Er betont nochmals, dass es in Österreich kein Pfand brauche, sondern, dass bereits bestehende Systeme landesweit Einsatz finden könnten. "Ich bitte Sie erneut, auch lösungsorientierte Gespräche mit den kleinen Händlern zu führen, die nicht über große Handelsketten organisiert sind. Das Drüberfahren über kleine Händler in den dörflichen Regionen kann nicht im Sinne eines vielfältigen Nahversorgungssystems in Österreich sein", plädiert der Geschäftsführer abschließend an die Entscheidungsträger.

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