Rewe International: Natürliche Wunderlinge
 
Rewe International

Natürliche Wunderlinge

Rewe International/APA-Fotoservice/Rossboth
Martina Hörmer, Geschäftsführerin der Eigenmarken bei Rewe International, und Alfred Propst, Direktor Zentraleinkauf Frische, präsentierten die neue Rewe-Eigenmarke "Wunderlinge" © Rewe International/APA-Fotoservice/Rossboth
Martina Hörmer, Geschäftsführerin der Eigenmarken bei Rewe International, und Alfred Propst, Direktor Zentraleinkauf Frische, präsentierten die neue Rewe-Eigenmarke "Wunderlinge" © Rewe International/APA-Fotoservice/Rossboth

Ab 2. Oktober 2013 bieten Billa, Merkur und Adeg nicht-konformes Obst und Gemüse unter der neuen Eigenmarke "Wunderlinge" an.

Geschmacklich einwandfrei, doch hinsichtlich Größe bzw. Ausformung erfüllen Obst und Gemüse unter der neuen Rewe-Eigenmarke "Wunderlinge" die Klasse-1-Kriterien nicht. Was also bisher aussortiert wurde, in der Verarbeitungsindustrie landete oder nach Osteuropa exportiert wurde, hält nun Einzug in die Obst- und Gemüseabteilungen von Billa, Merkur und Adeg. Laut eigenen Angaben wollte man damit ein konkretes Zeichen gegen die vieldiskutierte Lebensmittelverschwendung setzen.

Gestartet wird ab 2. Oktober mit Äpfeln von der Steirerfrucht, Karotten von der Erzeugerorganisation Marchfeldgemüse und Erdäpfeln vom Weinviertler Hersteller Franz Bauer. Preislich sind die Waren noch unterhalb der Eigenmarke "clever" positioniert. So kostet zum Start ein 2-kg-Netz Gala-Äpfel unter der Eigenmarke "Wunderlinge" 1,99 Euro, während der 2-kg-Sack "clever"-Äpfel um 2,49 Euro angeboten wird. Satte Preisabschläge gibt es auch bei den Karotten. Während ein Kilogramm konventionelle Karotten derzeit um 1,29 Euro angeboten wird, erhält man um den selben Preis zwei Kilogramm "Wunderlinge"-Karotten.

"Von diesem Projekt profitieren beide Seiten - der Konsument freut sich über günstigeres Obst und Gemüse, das sich vor allem zum Kochen und Weiterverarbeiten bestens eignet. Und unsere Lieferanten können zusätzliche Ware absetzen, die bislang nicht an den Lebensmittelhandel verkauft werden konnte", erläutert Alfred Propst, Direktor Zentraleinkauf Frische bei Rewe International.

Laut Martina Hörmer, Geschäftsführerin der Eigenmarken bei Rewe International, wollte man das mit Schönheitsfehlern behaftete Obst und Gemüse bewusst nicht als anonyme Ware absetzen, sondern gestaltete es als Marke mit eigenem Schriftzug und spezieller Display-Ummantelung am POS. "Damit wollen wir den Produkten jene Wertigkeit geben, die sie verdienen und den Konsumenten vor Augen führen, dass die Natur die wunderlichsten Formen hervorbringt - herzförmig statt rund, krumm statt gerade, eben vielfältig statt uniform," so Hörmer.
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