Metro Group: Negative Wechselkurseffekte mach...
 
Metro Group

Negative Wechselkurseffekte machen Metro zu schaffen

Metro
Unter dem Verfall des russischen Rubels litt Metro im Geschäftsjahr 2013/14 ganz besonders. © Metro
Unter dem Verfall des russischen Rubels litt Metro im Geschäftsjahr 2013/14 ganz besonders. © Metro

Das am 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2013/14 bescherte der Metro Group (Metro Cash & Carry, Media-Saturn, Real, Galeria Kaufhauf) ein berichtetes Umsatzminus von 4,0 % auf 63,0 Mrd. Euro.

Bereinigt um Portfolioveränderungen - z.B. der Verkauf von Real Osteuropa an Auchan - und Währungseffekte - z.B. schwacher russischer Rubel - steht ein Umsatzplus von 1,3 % zu Buche. Das Periodenergebnis vor Sonderfaktoren erhöhte sich von 580 Mio. Euro (2012/13) auf 673 Mio. Euro. Nach Sonderfaktoren kommt man jedoch nur mehr auf ein Periodenergebnis von 182 Mio. Euro, davon sind 127 Mio. Euro den Anteilseignern der Metro AG zurechenbar. Der Hauptversammlung am 20. Februar 2015 wird der Verstand der Metro AG die Ausschüttung einer Dividende von 90 Cent pro Stammaktie vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 48,9 Prozent.

An der Frankfurter Börse erlebte die Metro-Aktie am 16. Dezember kurz nach Bekanntgabe der Zahlen einen Einbruch um rund vier Prozent auf 22,25 Euro. Die Aktie notierte damit auf einem 52-Wochen-Tief.

Beim Konzernumbau machte Metro in den vergangenen Monaten laut eigenen Angaben "weitere Fortschritte bei der Optimierung des Portfolios". So teilte der Handelskonzern erst Ende November 2014 mit, dass er seine griechische Großhandelstochter Makro Cash & Carry an den lokalen Einzelhändler Sklavenitis verkauft hat. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2015 erwartet. Weitere Maßnahmen zur Fokussierung des Portfolios im Geschäftsjahr 2013/14 waren der Rückzug von Metro Cash & Carry aus Dänemark (voraussichtlich zum 31. Dezember abgeschlossen), die Veräußerung des Großhandelsgeschäfts in Vietnam (Vollzug der Transaktion für die 1. Jahreshälfte 2015 erwartet), der Verkauf von Real in der Türkei sowie der Verkauf der Aktienbeteiligung am britischen Großhandelsunternehmen Booker. "Mit den Verkäufen setzen wir unseren eingeschlagenen Weg fort, dass wir uns auf die Länder fokussieren, in denen wir eine kritische Masse und eine relevante Marktpositionierung haben, auf deren Basis wir uns eine langfristige Wachstumsperspektive erschließen können", betont Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG.
stats