Handelsverband: Neue Kampagne zur Stärkung de...
 
Handelsverband

Neue Kampagne zur Stärkung des "österreichischen" Handels

Mikkelsen
Rainer Will/GF Handelsverband, Peter Hörlezeder/GF Werbeagentur Hello Wien, Karin Saey/Bereichsleiterin Handel Dorotheum und Norbert Scheele/Vizepräsident Handelsverband und Country Manager C&A Österreich und CEE © Mikkelsen
Rainer Will/GF Handelsverband, Peter Hörlezeder/GF Werbeagentur Hello Wien, Karin Saey/Bereichsleiterin Handel Dorotheum und Norbert Scheele/Vizepräsident Handelsverband und Country Manager C&A Österreich und CEE © Mikkelsen

Der Handelsverband startet am 8. Juli mit neuem Siegel und unter dem Slogan "In Österreich gekauft? Richtig gut gekauft!" eine neue Gemeinschaftskampagne mit bisweilen 15 Händlern.

Dass sich Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will zur Aufgabe gemacht hat, die größten ausländischen Onlinehändler, allen voran Amazon, hierzulande in die (Steuer-)Pflicht zu nehmen, um fairen Wettbewerb möglich zu machen, ist mittlerweiler bekannt. Mit der türkis-blauen Regierung führte der Handelsverband in der Vergangenheit dazu bereits erfolgreiche Gespräche. Mit der nächsten werden diese wieder von vorne beginnen. Da schon sehr bald die nächsten Wahlen anstehen, wollen die Handelsvertreter keine Zeit verlieren und sich möglichst viel Gehör verschaffen. Dafür initiieren sie heuer erstmals eine Gemeinschaftskampagne, bei der bisweilen 15 Händler mitmachen. Mit der Plakatkampagne will man die Konsumenten und im weiteren Schritt die Politik für den fairen (Online-)Handel sensibilisieren. Denn den meisten Konsumenten sei die gesamtwirtschaftliche Bedeutung des Handels und die Auswirkungen ihrer eigenen Kaufentscheidungen auf ebendiese nicht bewusst.

15 Händler mit an Bord
"Der österreichische Handel ist das Rückgrat der heimischen Wirtschaft und zahlt jährlich rund 15 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben", schildert Will die Hintergründe. "Wir wollen mit dieser Bewusstseins-Kampagne ein Umdenken bei Konsumenten und in weiterer Folge bei der Politik bewirken." Für diese Doppelstrategie hat man bereits Lebensmittelhändler wie die Rewe Group, Hofer, Lidl und Unimarkt gewinnen können. Die Spar ist vorerst nur durch Tochter Hervis verteten. Außerdem mit dabei sind: Obi, Hartlauer, Conrad, MediaMarkt, Tchibo/Eduscho, Tupperware, Dorotheum, Deichmann, C&A sowie Kastner & Öhler. 

Neues Siegel "Österreichischer Händler"
Ab wann ein Händler "österreichisch" ist, definiert der Handelsverband relativ locker. Der Hauptsitz des Handelsunternehmens spielt für die Initiative jedenfalls keine Rolle. Wichtig sei, dass er hierzulande Arbeitsplätze schafft, Steuern zahlt und einen Teil seiner Wertschöpfung generiert. "Auch der Vertriebskanal spielt keine Rolle: Wir lieben den stationären Handel und wir lieben eCommerce! Hauptsache fair und auch aus ökologischer Sicht möglichst regional", sagt Will.

Wenn das der Fall ist, kann man gegen einen finanziellen Beitrag, der bei 80 Euro startet und mit 720 Euro endet, Kampagnen-Mitglied werden und das dafür neu geschaffene Siegel "Österreichischer Händler" tragen. Die Gemeinschaftskampagne ist im ersten Schritt als reine Außenwerbe-Kampagne konzipiert. „Für einen wirkungsvollen Start der Initiative setzen wir auf maximale Sichtbarkeit. Bundesweit, in jedem Bundesland, in jeder Region, in Stadt und Land.“ Teilnehmende Händler haben die Möglichkeit, die Sujets für weitere eigene Print- oder digitale Kampagnen individuell zu verwenden.

"Wir wissen, dass 84 % der Konsumenten bei gleichem Preis, Service und Leistung lieber bei einem Händler aus der Region einkaufen. Allerdings sind Webshops aus Drittstaaten oft gut übersetzt, es werden österreichische Service-Nummern angegeben. Insbesondere bei Waren aus Asien bemerkt der Onlinekäufer den Ursprung seiner Ware erst dann, wenn der Zoll anklopft oder die Ware um den halben Globus zu retournieren ist. Das Siegel schafft hier Transparenz“, ist Will überzeugt. 

Weitere Infos gibt es nach dem Kampagnen-Start auf www.gut-kaufen.at und www.kmu-retail.at
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