Spar: Neueröffnung ehemaliger Zielpunkt-Filia...
 
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Neueröffnung ehemaliger Zielpunkt-Filialen kommt voran

Spar/Johannes Brunnbauer
v.l.: Alois Huber, Hans K. Reisch ©Spar/Johannes Brunnbauer
v.l.: Alois Huber, Hans K. Reisch ©Spar/Johannes Brunnbauer

28 ehemalige Zielpunkt-Filialen konnte Spar übernehmen. Zehn davon sind bereits als neue Spar-Supermärkte wiedereröffnet worden. Mehr als 40 Millionen Euro werden in die früheren Mitbewerber-Standorte investiert.

Für stetes Wachstum sind neben der Eigenexpansion vor allem Unternehmensakquisitionen wichtig, berichtet Spar-Vorstandsdirektor Hans K. Reisch am Vortag der Neueröffnung in einer ehemaligen Zielpunkt-Filiale am mauerer Hauptplatz in Wien. So habe man in den 80er-Jahren Mitbewerber wie Bruckmayer, Glaser, Gerngross und Renner übernommen. In den 90er-Jahren folgten Prima, Huma, Familia, Konsum und Pam Pam und im Jahr 2000 79 Standorte von Meinl. „Zusätzlich zur offensiven Expansion haben uns speziell in Ost-Österreich die Übernahmen geholfen, Marktanteile zu gewinnen. So hatten wir in 1994 noch weniger als 57 Filialen in Wien – aktuell sind es in der Bundeshauptstadt 176 Spar-, Eurospar-, und Interspar-Märkte sowie Spar-Gourmet-Märkte und Spar express Tankstellenshops. Wir freuen uns sehr, dass wir bei der jüngsten Übernahme 28 Zielpunkt-Standorte für uns sichern konnten“, so Reisch. Die Standorte sind in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland und der Steiermark und werden sukzessive zu Spar-Supermärkten und einem Spar-Gourmet-Markt umgebaut und eröffnet. Fünf Standorte werden von selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben.

Logo wechseln reicht bei weitem nicht



Aus einem Zielpunkt einen Spar zu machen, bedeute weit mehr als ein neues Logo an die Fassade zu schrauben. Nötig seien eine zügige Planung, die Organisation der Bauarbeiten, Genehmigungsverfahren, Systemintegration und natürlich auch die Personalsuche. „Unsere Teams arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung und haben eine ehestmögliche Eröffnung vor Augen. Nach Konsum und Meinl sind wir Übernahmen gewohnt – das ist wie Radfahren, man verlernt es nicht“, erklärt Spar-Geschäftsführer Mag. Alois Huber, zuständig in der Spar-Zentrale St. Pölten für Wien, Niederösterreich und das nördliche Burgenland. Das alles kostet zudem nicht wenig Geld. Durschschnittlich 1,5 Millionen Euro würden die Investmets in die Standorte des früheren Mitbewerbers betragen. In Summe werden so bis in das erste Quartal 2017 rund 40 Millionen Euro ausgegeben, erläutert Reisch. „Auch die Personalsuche und Ausbildung der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter läuft auf Hochtouren. Gerade in der Feinkost ist eine solide Ausbildung notwendig und braucht eine gewisse Vorlaufzeit“, kommentiert Huber.

Bessere Nahversorgung



Für die Konsumenten bringe die Umstellung auf Spar oder Spar-Gourmet eine deutliche Aufwertung der Nahversorgung, ist man seitens des Unternehmens überzeugt. So finde man in den neuen Supermärkten ein deutlich umfangreicheres Sortiment. Dazu komme eine große Feinkostlinie mit Frischfleisch in Bedienung und einer Backstation für ofenfrisches Gebäck. Auch auf die moderne Ausstattung der Märkte und die gewohnte Spar-Wohlfühlatmosphäre habe man besonders geachtet.

Noch 300 Mitarbeitende gesucht



„Wir freuen uns sehr, dass wir viele ehemalige Zielpunkt-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter für Spar gewinnen konnten“, so Reisch. In den 28 Standorten würden aber mehr Menschen beschäftigt als zu Zielpunkt-Zeiten. Grund dafür seien der höhere Servicegrad und das umfangreichere Sortiment bei Spar, so Huber. Insgesamt beschäftigt Spar an den 28 Standorten rund 500 Menschen. Wegen der bereits eröffneten Geschäfte ist rund ein Drittel dieser Arbeitsplätze vergeben. 300 Stellen warten noch auf ihre Besetzung.
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