Rewe / Spar: Neues vom Zucker
 
Rewe / Spar

Neues vom Zucker

Spar / Andreas Tischler
Die Professoren Markus M. Metka (li.) und Fritz Hoppichler (re.), Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel in der Mitte © Spar / Andreas Tischler
Die Professoren Markus M. Metka (li.) und Fritz Hoppichler (re.), Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel in der Mitte © Spar / Andreas Tischler

Seit einiger Zeit gibt es eine Diskussion um den Zucker in den Lebensmitteln. Spätestens im Vorjahr hat sie begonnen, und jetzt ist wieder Bewegung in die Sache gekommen – vor allem im Lebensmittelhandel.

Cash.at hat des öfteren darüber berichtet – siehe die Links ganz unten: Ob der ORF-Zucker-Bericht oder die Reaktion des Fachverbands der Lebensmittelindustrie darauf, oder der „Equal Sugar Day“: Das Bewusstsein über Notwendigkeit oder Nichtnotwendigkeit der Beigabe von Zucker zu herkömmlichen Lebensmitteln wächst. Der Lebensmittelhandel ist ein wichtiger Mitdiskutant, hat aber relativ eingeschränkte Möglichkeiten, hier korrigierend einzugreifen: Man kann das nur bei den Eigenmarken tun.

Die Rewe gab nun kürzlich bekannt, bei ihren Eigenmarken darauf zu achten, dass sie zuckerreduziert auf den Markt kommen – bis 2020 sollen für alle Rewe-Eigenmarken Produkte mit reduziertem Zuckergehalt verfügbar sein. 2017 fiel der Startschuss für dieses Projekt. Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Kunden zu: Ihr Votum gibt Orientierung, auf wie viel Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln verzichtet werden kann, ohne dass dies als Geschmackseinbuße empfunden wird. Gemeinsam mit den Lebensmittelhändlern leisten sie damit einen Beitrag, Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Im Februar 2017 hat die Spar gemeinsam mit den Mitgliedern des wissenschaftlichen Ärztebeirats, Prof. Dr. Markus M. Metka und Prim. Univ.-Prof. Dr. Fritz Hoppichler angekündigt, Zucker in den Eigenmarken zu reduzieren. Mit den drei Maßnahmen Zuckerreduktion, Zuckerverzicht und Forcierung von Zuckeralternativen gibt man nun, ca. ein Jahr später, eine erste Erfolgsbilanz bekannt: In mehr als 50 Eigenmarkenprodukten hat Spar bereits Zucker reduziert. Bei rund 300 weiteren Spar-Eigenmarkenprodukten wird an der Zuckerreduktion gearbeitet. Mindestens 1.000 Tonnen Zucker entfernt das Unternehmen in den nächsten Jahren aus den Eigenmarkenprodukten.

Der Statistik Austria zufolge nehmen Herr und Frau Österreicher jährlich (2015/16) ca. 33 Kilogramm Zucker in Rohform, in verarbeiteten Lebensmitteln oder in Getränken zu sich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, nur zehn Prozent der täglichen Kalorien als Zucker aufzunehmen, noch besser wären nur fünf Prozent. Das sind 25 Gramm Zucker, sechs Teelöffel oder sechs Zuckerwürfel, die in Speisen oder Getränken enthalten sein dürfen. Allein ein halber Liter Limonade enthält rund 50 g Zucker, rund 12 Zuckerwürfel, und damit das Doppelte der von der WHO empfohlenen Tagesmenge.

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