Nielsen Strukturdaten: LEH wuchs 2008 um 4,2 ...
 

Nielsen Strukturdaten: LEH wuchs 2008 um 4,2 %, der DFH um 4,4 %

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Laut jüngsten Nielsen-Strukturdaten nach wie vor die Nr. 1 im DFH: bipa
Laut jüngsten Nielsen-Strukturdaten nach wie vor die Nr. 1 im DFH: bipa

Rewe, Spar, Hofer und Lidl wuchsen stärker als der Markt, wobei das Wachstum primär aus Preissteigerungen kommt. Und: Der Trend zu weniger Geschäften bei mehr Fläche hält weiter an.

Während die Inflation 2008 3,2 Prozent betrug stieg der Verbraucherpreisindex für Nahrungsmittel und Getränke auf 6,3 Prozent, was zur Folge hatte, dass der LEH wieder deutlich zulegen konnte, nämlich satte 4,2 Prozent. Detail am Rande: Aufgrund stärkerer globaler Nachfrage sowie gestiegener Prdouktionskosten waren Molkereiprodukte und Grundnahrungsmittel am stärksten von den Preissteigerungen betroffen.

16,6 Milliarden Euro setzte der LEH 2008 insgesamt um, wobei die größten Player abermals zulegen und ihre Marktanteile ausbauen konnten. Soist die Rewe International AG (vormals Rewe Group Austria) mit den Handelsketten Billa, Merkur, Penny und Sutterlüty weiterhin die Nummer 1 am heimischen Lebensmittelmarkt, konnte gegenüber dem Vorjahr um 5,3 Prozent zulegen und somit den Marktanteil auf 30,3 Prozent ausbauen. Die Spar legte um 6,4 Prozent zu und hält derzeit bei einem Marktanteil von 28,3 Prozent. Um 5,7 Prozent konnte 2008 der Diskonter Hofer wachsen, ist mit einem Marktanteil von 19,9 Prozent unangefochtene Nummer 3, jedoch nach wie vor der Klassenprimus in Sachen Flächenproduktivität und Kundenloyalität.

Die ZEV-Markant-Gruppe mit den Handelsunternehmen Pfeiffer/Unimarkt, Kiennast, Kastner/Brückler und Wedl erreichte zwar ein kleines Umsatzplus von 1,1 Prozent, verlor jedoch bei den Marktanteilen und steht derzeit bei 5,1 Prozent. Auch die Adeg verlor Marktanteile und fiel 2008 von 5,5 auf 4,5 Prozent hinunter. Zielpunkt blieb umsatz- und marktanteilsmäßig stabil (4,3 % Marktanteil), Lidl hingegen verzeichnete 2008 mit 11,6 das höchste prozentuelle Wachstum und erreichte damit einen Marktanteil von 3,4 Prozent. Der übrige LEH konnte ein leichtes Plus verzeichnen, besonders positiv entwickelte sich die Tiroler Supermarktkette MPreis.

Erstmals fiel die Anzahl der Geschäfte in Österreich unter die 6.000er-Grenze, denn die 16,6 Milliarden Euro Umsatz wurden 2008 in 5.949 Outlets getätigt, was einen Rückgang von 127 Standorten bzw. 2,1 Prozent bedeutet. Die Verkaufsfläche hingegen hat um 0,7 Prozent zugenommen.

Auch im Drogeriefachhandel gab es 2008 eine rückläufige Filialanzahl (da Schlecker 22 Standorte zusperrte, bipa 11 neu eröffnete und dm 5), jedoch ein Umsatzplus von 4,4 Prozent.

Sämtliche Nielsen-Charts, jede Menge weitere Details sowie eine umfassende Übersicht finden Sie in der Mai-Ausgabe von CASH, die am 28. Mai 2009 erscheint.
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