OeNB: 20 Prozent weniger Falschgeld
 
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20 Prozent weniger Falschgeld

angelo luca iannaccone - pixabay.com

Aufgrund der Coronaviruspandemie verringerte sich im Vorjahr die in Österreich im Umlauf befindliche Euro-Banknotenmenge um zwölf Prozent auf rund 553 Millionen Stück.

"Die Covid-19-Pandemie hat insgesamt im Jahresverlauf 2020 zu einem deutlichen Rückgang der sichergestellten Fälschungen beigetragen. Dies hängt auch mit den stark eingeschränkten Konsummöglichkeiten während der Lockdown-Phasen zusammen", erklärt Eduard Schock, Direktor der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Dazu passt auch, dass im Bundesländervergleich in Wien zwar nach wie vor die meisten Fälschungen aus dem Verkehr gezogen wurden, wenngleich Wiens Anteil innerhalb Österreichs deutlich sank (2020: 26,4 Prozent; 2019: 35,9 Prozent). Dabei dürfte laut OeNB eine Rolle gespielt haben, dass in Wien die touristischen Nächtigungszahlen pandemiebedingt am stärksten zurückgingen.

Insgesamt wurden im Jahr 2020 in Österreich 6.321 Stück (2019: 7.977 Stück) gefälschte Banknoten sichergestellt. Das entspricht einem Rückgang von 20,8 Prozent gegenüber 2019. Der größte Anteil daran entfiel wie auch in den Vorjahren auf die 50-Euro-Banknote (29,5 Prozent), ganz knapp gefolgt von der 20-Euro Banknote mit 28,4 Prozent. In Summe betrug der durch gefälschte Banknoten entstandene Schaden 320.190 Euro (2019: 551.950 Euro).

Die Auswirkungen der Coronaviruspandemie spiegelten sich 2020 auch im Euro-Banknotenumlauf in Österreich wider. Der geschätzte wertmäßige Euro-Banknotenumlauf sank zwar nur gering um etwa ein Prozent auf 31,1 Milliarden Euro, weil Bargeld in Form von Banknoten mit hohen Nennwerten vor allem zur Reservehaltung sehr gefragt war. Im Gegenzug nahm jedoch die Bargeldmenge für tägliche Transaktionen im Handel und Dienstleistungssektor um rund 20 Prozent ab. So kam es insgesamt betrachtet zu einem zwölfprozentigen Rückgang der im Umlauf befindlichen Banknoten auf etwa 553 Millionen Stück.

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