Kosmetik transparent: Österreichische Kosmeti...
 

1,6 Milliarden Euro gaben die Österreicher im Jahr 2016 für Haut- und Körperpflegeprodukte aus. Bis zum Jahr 2021 rechnen Experten mit einem kontinuierlichen Anstieg der Ausgaben in fast allen Bereichen. Heuer im Trend liegen Premiumprodukte und an den Konsumentenbedürfnissen orientierte Innovationen.

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© Getty Images / Kosmetik transparent
"Gesichts- und Körperpflege haben einen hohen Stellenwert in unserem Land", betont Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent. Bestätigt wird dies durch die aktuellen Zahlen des österreichischen Kosmetikmarkts aus dem Jahr 2016.

Gesichtspflege im Umsatzranking vorne
Mit 260 Millionen Euro Umsatz ist die Gesichtspflege eine der größten Produktgruppen. Hier punkteten vor allem Anti-Aging-Produkte, Gesichtsreinigungs-Artikel und Produkte für unreine Haut. Rund 208 Millionen Euro waren den Österreichern im vergangenen Jahr Make up, Lippenstift, Wimperntusche und Co. wert. Hier wollen zwei Drittel der Österreicherinnen nicht auf ihre Wimperntusche verzichten. Drei Viertel der Österreicher verwenden außerdem täglich ein Deodorant und gaben dafür im Jahr 2016 rund 75 Millionen Euro aus.

Männerpflege legt zu
Auch der Männerpflegemarkt (Rasur, After-Shaves, Bad, Dusche, Deo, Haare und Gesicht) wächst und ist mittlerweile auf 86 Millionen Euro angestiegen. Besonders dynamisch entwickeln sich die Bereiche Haarpflege und –styling. Stefan Kukacka analysiert: "Männer suchen immer stärker Produkte, die ihre Persönlichkeit unterstreichen. Das Qualitätsbewusstsein der Männer und der individuelle Anspruch bestimmen die Produktwahl. Die Erwartungen an die Körperpflege entwickeln sich rasant und reichen über die traditionelle Gesichtspflege weit hinaus. Der Trend geht zur Körperrasur."

Haarpflegemarkt gut unterwegs
Für Shampoos lagen die Ausgaben bei mehr als 70 Millionen Euro, wobei neue Technologien für strapaziertes und geschädigtes Haar die Nachfrage steigern. Einen Rückgang von rund 2,6 % auf 73 Millionen Euro verzeichneten jedoch die Haarstylingprodukte. Als Grund dafür kann der Trend zu "natürlichem Styling" gesehen werden. Der Markt für Haartönungen und -färbemittel präsentiert sich hingegen bei einem Umsatz von rund 125 Millionen Euro konstant.

Bad und Dusche weiterhin stark
Weiterhin stark behaupten sich die Märkte für Bad und Dusche mit rund 180 Millionen Euro, genauso wie der Markt für Zahnpflegeprodukte mit rund 200 Millionen Euro. Der wetterabhängige Markt für Sonnenschutzprodukte verzeichnete mit 45 Millionen Euro dagegen im Vergleich zum Vorjahr nur ein leichtes Plus von rund einem Prozent.

Die großen Trends für 2017
Weiteres Kategoriewachstum lässt sich laut Kukacka vor allem durch das gezielte Aufgreifen relevanter Kundenbedürfnisse erzielen. In der Gesichtsreinigung liegen Mizellenwasser, Masken sowie Reinigungsbürsten und Laser-Geräte zur dauerhaften Haarentfernung im Trend. Bei Haarpflegeprodukten und Duschbädern sind natürliche Inhaltsstoffe wie z.B. Ton-Erde oder Öle sowie zart duftende Körperpflege-Lotions und Reinigungs-Mousses gefragt. In der Männerkosmetik punkten Kohle-Produkte, Bart-Öle und Körperrasur-Produkte während Sonnenschutzprodukte in praktischen Kleinformaten und mit Sprühaufsätzen sowie mit einem Zusatznutzen wie z.B. Schutz & Frische oder Schutz & Bräune überzeugen.

Umsatzprognose bis zum Jahr 2021
Bis zum Jahr 2021 wird in jedem Bereich ein Anstieg der Ausgaben erwartet:

Gesichtspflege: ~ 305 Millionen Euro
Dekorative Kosmetik: ~ 238 Millionen Euro
Deos: ~ 91 Millionen Euro
Männerpflegemarkt: ~ 96 Millionen Euro
Haarpflegemarkt (Shampoos, Conditioner und 2in1-Produkte): ~ 82 Millionen Euro
Sonnenschutzprodukte: über 50 Millionen Euro

Für die Märkte von Bad und Dusche, von Zahnpflegeprodukten, Haarstyling-Produkten sowie für Haartönungen und -färbungen wurden keine Prognosen abgegeben.

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