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AMA-Marketing/Fachverband der Lebensmittelindustrie

Österreichs agrarische Exporte wachsen schneller als Importe

AMA/APA/Juhasz
Präsentierten die Zahlen zum agrarischen Außenhandel Österreichs: Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie, und Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing © AMA/APA/Juhasz
Präsentierten die Zahlen zum agrarischen Außenhandel Österreichs: Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie, und Michael Blass, Geschäftsführer der AMA-Marketing © AMA/APA/Juhasz

Trotz Ukraine-Russland-Krise und Brexit-Verhandlungen verzeichneten Österreichs Agrarexporte (landwirtschaftsnahe Erzeugnisse plus Erzeugnisse der Lebensmittelindustrie) im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 ein wertmäßiges Plus von 7,3 Prozent auf 5,53 Mrd. Euro.

Das Mengenplus lag bei 7,5 Prozent auf 4,82 Mio. Tonnen.
Etwas geringer fiel der Zuwachs bei den Agrarimporten aus: Hier gab es ein wertmäßiges Plus von 4,9 Prozent auf 5,85 Mrd. Euro und ein mengenmäßiges Plus von 2,9 Prozent auf 4,79 Mio. Tonnen. Österreichs agrarischer Außenhandel ist somit nach wie vor leicht negativ.

Unter den Top-10-Exportländern wuchsen im ersten Halbjahr 2017 die agrarischen Ausfuhren nach Tschechien (+19,6 % wertmäßig), in die USA (+12,6 %) und in die Schweiz (+10,7 %) am stärksten. Wichtigster Exportmarkt ist traditionell Deutschland, wohin im ersten Halbjahr 2017 34 Prozent der Exporte gingen.

Anlässlich der Präsentation der Zahlen betonte Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie, dass das vorliegende EU-Kanada-Abkommen CETA von der Branche begrüßt wird. Einerseits bringt es für viele Lebensmittel und Getränke "Made in Austria" Absatzchancen am kanadischen Markt und andererseits nimmt das CETA-Abkommen auf sehr sensible Agrarwaren und Lebensmittel Rücksicht, so Koßdorff. "Für den Fachverband der Lebensmittelindustrie zählt dieses CETA-Abkommen zur modernsten Form einer bilateralen Handelsvereinbarung, die Grundlage für weitere erfolgreiche EU-Abkommen, vor allem auch im Hinblick auf aktuelle EU-Verhandlungen mit Japan, sein sollte", meinte Koßdorff.
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