RegioPlan: Österreichs Shopping Center wachse...
 
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Österreichs Shopping Center wachsen weiter

SES
Wurde im Vorjahr neu eröffnet, die Varena in Vöcklabruck (OÖ). © SES
Wurde im Vorjahr neu eröffnet, die Varena in Vöcklabruck (OÖ). © SES

Verglichen mit den dynamischsten Shopping Center-Märkten Europas entstehen in Österreich nur mehr punktuell neue Handelsobjekte.

Angesichts der bereits hohen Shopping Center-Dichte in diesem Land ist es jedoch bemerkenswert, dass die Verkaufsfläche weiter wächst. So erreicht die gesamte Verkaufsfläche der aktuell 100 größten Einkaufstempel des Landes bereits rund 1,9 Millionen Quadratmeter,
vor sechs Jahren waren es knapp 1,6 Millionen Quadratmeter.
Aktuell sind rund 30 Shopping Center-Projekte mit rund 480.000 Quadratmetern für Österreich bekannt. Nur sechs dieser Projekte sind Erweiterungen oder Umbauten von bestehenden Objekten, der Rest sind neue Projekte. Wie viele von diesen Projekten auch tatsächlich realisiert werden, bleibt laut RegioPlan Consulting ungewiss.

Mit rund drei Prozent ist die aktuelle Leerstandsrate in den Top 100 Einkaufszentren Österreichs sehr gering. Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es sechs Prozent, was auf den Konkurs des Elektrohändlers Cosmos zurückzuführen war. Dies bedeutet, dass viele der leer stehenden Flächen neu verwertet werden konnten. Nichtdestotrotz gibt es Objekte, in denen sehr große Leerstände zu finden sind: So weisen zehn Objekte unter den Top 100 Shopping Centern nach Fläche einen Leerstand von mehr als zehn Prozent, zwei von ihnen von sogar über 50 Prozent! In manchen Fällen gibt es diese Leerstände seit mehreren Jahren schon. Dabei handelt es sich sowohl um alte als auch um neue sowie um revitalisierte Objekte. „Leerstände sind nicht immer negativ zu sehen und können manchmal aus strategischen Gründen, wie Branchenmixoptimierungen gewollt sein“, betont Mag. Hanna Bomba-Wilhelmi, Geschäftsführerin von RegioPlan Consulting.

Der durchschnittliche Quadratmeterumsatz in den aktuell 100 größten Zentren in Österreich liegt bei rund 4.500 Euro im Jahr. Rund 15 Objekte erreichen eine weit überdurchschnittliche Flächenproduktivität von mehr als 5.500 Euro pro Quadratmeter. Hingegen weisen rund 20 Objekte sehr schlechte Umsätze von sogar weniger als 3.500 Euro pro Quadratmeter auf. Unter den schlecht abschneidenden Einkaufszentren sind laut RegioPlan unterschiedliche Typen von Objekten zu finden – sowohl alte als auch neue Zentren, kleine Nahversorgungs- und regionale Zentren, innerstädtische und Objekte am Stadtrand. Auch sind die schlecht abschneidenden Objekte nicht unbedingt jene mit der höchsten Leerstandsrate.
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