Creditreform: Österreichs Unternehmen fürchte...
 
Creditreform

Österreichs Unternehmen fürchten Auswirkungen des Brexit

Bernd Kasper / pixelio.de
Ein Brexit ist bei Österreichs Unternehmen nicht besonders beliebt © Bernd Kasper / pixelio.de
Ein Brexit ist bei Österreichs Unternehmen nicht besonders beliebt © Bernd Kasper / pixelio.de

Die Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG hat im Rahmen ihrer Wirtschafts- und Konjunkturforschung rund 5.000 Unternehmen in Österreich nach den Auswirkungen des Brexit befragt.

Creditreform fasst die Ergebnisse der Umfrage in einer Aussendung wie folgt zusammen: 51,5 % der Unternehmen geben dabei an, dass der Austritt Großbritanniens der EU schade. Für 17,4 % stellt sich der Brexit als Vorteil für die EU dar, weil der „Bremser“ Großbritannien dann nicht mehr mitreden und EU-Reformen verhindern kann. 31,3 % haben dazu keine Meinung. Am negativsten sehen diese Entwicklung Unternehmen in Vorarlberg (63,2 %), Kärnten (61,9 %) und Oberösterreich (56,9 %). Allerdings glaubt jedes vierte burgenländische Unternehmen einen Vorteil für die Entwicklung der EU zu erkennen. Größere Unternehmen mit 51 bis 100 Mitarbeitern (76,5 %) und Großunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern (60,0 %) sehen den Brexit als schädlich an. Klein- und Kleinstunternehmen (bis 10 Mitarbeiter) warten die Entwicklung einfach ab.

Nach den Konsequenzen des Brexit gefragt, meinen 47,4 % dass sich die EU nun noch stärker zusammenschließen soll. 39,9 % wollen mehr Autonomie für die Mitgliedsstaaten und lediglich 7 % sprechen sich für einen EU-Austritt Österreichs aus. Am EU-freundlichsten sind Unternehmen in Vorarlberg (63,2 %), Kärnten (57,1 %) und Tirol (55,9 %). Die meisten Befürworter für einen EU-Austritt finden sich in Salzburg (12,1 %), Wien (9,4 %) und Oberösterreich (9,1 %). Fast jedes zweite Unternehmen in der Steiermark fordert eine Stärkung der Autonomierechte der Mitgliedsstaaten. Generell macht die aktuelle Lage der EU rund 60 % der heimischen Unternehmen Sorge.
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