WKÖ/KMU Forschung Austria: Österreichs Weihna...
 
WKÖ/KMU Forschung Austria

Österreichs Weihnachtsgeschäft zeigt stabile Tendenz

Tim Reckmann/pixelio.de
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Gemäß einer Zwischenbilanz bis zum vierten Einkaufssamstag am 17. Dezember 2016 verzeichnet das heurige Weihnachtsgeschäft (stationärer Einzelhandel + österreichischer Onlinehandel; kalenderbereinigt) ein nominelles Umsatzplus von 0,5 Prozent.

KR Peter Buchmüller, Bundesspartenobmann Handel in der WKÖ, spricht daher von einem stabilen Weihnachtsgeschäft, das sich auch in den vergangenen Jahren stets als krisenresistent erwiesen hat.

Für das gesamte Weihnachtsgeschäft 2016 rechnet die KMU Forschung Austria mit Umsätzen von 1,630 Mrd. Euro (Brutto-Umsätze inkl. Ust.), was ein nominelles Plus von 0,3 Prozent bedeuten würde. Real würde dies in etwa einem Minus von 0,5 Prozent entsprechen.

Das Gros der heurigen Weihnachtsumsätze - konkret 1,53 Mrd. Euro oder rund 94 Prozent- wird nach wie vor aus dem stationären Einzelhandel kommen. Die restlichen 100 Mio. Euro werden auf den heimischen Onlinehandel entfallen. Laut Dr. Ernst Gittenberger, Projektleiter bei der KMU Forschung Austria, fließen geschätzte weitere 100 Mio. Euro an Weihnachtsumsätzen an nicht-österreichische Onlinehändler.

Bei der Betrachtung der einzelnen Branchen zeigt sich, dass bis zum vierten Einkaufssamstag der stationäre Einzelhandel mit Schuhen und Lederwaren mit plus drei Prozent nominell am stärksten dazugewinnen konnte. Mit einem Prozent im nominellen Plus sind der stationäre Einzelhandel mit Sportartikeln, mit Lebensmitteln, mit Bekleidung und mit Elektrogeräten. Das größte nominelle Minus müssen der stationäre Einzelhandel mit kosmetischen Erzeugnissen (-4 %) und mit Büchern und Schreibwaren (-5 %) hinnehmen.

Der heimische Internet-Einzelhandel wird das Weihnachtsgeschäft 2016 mit einem geschätzten Plus von fünf Prozent abschließen können und damit erstmals die Schwelle von 100 Mio. Euro durchbrechen. Zum Vergleich: Im Jahr 2006 lag der heimische Onlineumsatz im Weihnachtsgeschäft bei gerade einmal 15 Mio. Euro.

DEFINITIONEN:
Als Weihnachtsgeschäft im stationären Einzelhandel wird laut KMU Forschung Austria jener Brutto-Mehrumsatz (inkl. Ust.) im Monat Dezember verstanden, der das Normalmaß eines "durchschnittlichen Monats" übersteigt. Als Weihnachtsgeschäft im Internet-Einzelhandel wird jener Brutto-Mehrumsatz (inkl. Ust.) von Mitte November bis Mitte Dezember (Berechungszeitraum 1 Monat) verstanden, der über einem "durchschnittlichen Monat" liegt.
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