RegioData Research: Onlinehandel in Österreic...
 
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Via Internet wurden in Österreich im Jahr 2010 rund 7 Milliarden Euro umgesetzt. Das bedeutet ein Plus von 14 Prozent gegenüber 2009! Die Anteile des Online-Handels erreichen im österreichischen Buchhandel über 20, im Elektrohandel 16 Prozent des jeweiligen Gesamtmarktumsatzes. Im Durchschnitt kaufen die ÖsterreicherInnen jährlich um 830 Euro online ein.

Ob Bücher, Elektrogeräte, Musik aber auch Schuhe, Kleider oder Möbel – es gibt kaum noch Waren, die nicht online gekauft werden. Ebenso ist das Internet im Dienstleistungssektor wie beispielsweise bei Reisebuchungen oder beim Aktienhandel ein wichtiger Vertriebskanal geworden.
Der gesamte Onlineumsatz in Österreich beträgt rund 7 Milliarden Euro, circa 2 Milliarden davon entfallen auf den Handel mit Waren und Dienstleistungen in Onlineshops. So verwundert es nicht, dass rund die Hälfte der Onlineshops von Unternehmen betrieben werden, die auch im stationären Einzelhandel tätig sind.

Via Internet werden in Österreich rund 7 Milliarden Euro umgesetzt



Mit dem Online-Verkauf von Waren und Dienstleistungen an den Endkonsumenten wurden in Österreich rund 7 Milliarden Euro im Jahr 2010 umgesetzt. Dies bedeutet ein Plus von sage und schreibe 14 Prozent gegenüber 2009. Europaweit brachten alle Online-Verkäufe rund 200 Milliarden Euro. Der mit Abstand größte Onlinemarkt in Europa ist mit rund 66 Milliarden Euro Großbritannien.

Internet verändert Buch- und Elektrohandel, Musik- und Reisebranche



Die Anteile des Online-Handels erreichen im österreichischen Buchhandel über 20 Prozent, im Elektrohandel 16 Prozent des jeweiligen Gesamtmarktumsatzes. Es verwundert daher nicht, dass auch die großen filialisierten Einzelhändler, wie Media Markt/Saturn nun verstärkt in den Onlinehandel investieren wollen. Stark verändert hat sich die Vertriebsstruktur auch im Musik- oder Reisegeschäft: Etwa ein Drittel aller Reisen werden heutzutage bereits online gebucht.

Österreicher kaufen jährlich um 830 Euro online ein



Zwar sind wir noch nicht Online-Shopping-Meister, jedoch geben wir mit 830 Euro pro Jahr deutlich mehr als andere Europäer für Internetkäufe aus. In Italien liegt dieser Wert bei rund 110 Euro pro Kopf, in Polen bei 90 Euro. Den Spitzenwert in Europa erreicht Großbritannien mit 890 Euro, dicht gefolgt von Norwegen mit 880 Euro pro Kopf.

Online-Shopping: Das 7 Milliarden-Geschäft mit einem Plus von 14 Prozent



Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen an den Endkonsumenten via Internet (Business to Consumer) ist eine Form des Distanzhandels, der neben dem traditionellen Versandhandel auch den sogenannten T-Commerce oder Teleshopping umfasst. Seit der Gründung der ersten Webshops für Konsumenten in den USA im Jahre 1994 wurden sehr euphorische Prognosen
erstellt, die aber immer wieder nach unten korrigiert wurden. Nun hat jedoch der Internethandel eine gesamtwirtschaftliche Dimension erreicht, die nicht mehr außer Acht gelassen werden darf: Europaweit werden über 6 Prozent des gesamten Einzelhandelsvolumens online umgesetzt. Der gesamte Online-Umsatz in Europa beträgt rund 200 Milliarden Euro. In Österreich wurden mit Online-Verkäufen rund 7 Milliarden Euro im Jahr 2010 umgesetzt, was
ein Wachstum von 14 Prozent gegenüber 2009 bedeutet. Zum Vergleich: Der stationäre Einzelhandel wächst in Österreich lediglich um rund 2 Prozent im Jahr.

Bringt das Internet den stationären Einzelhandel um?



Ob Bücher, CDs, Musik, Reisen, Schuhe, Parfüms oder Aktien – es gibt kaum noch Waren oder Dienstleistungen, die wir nicht online kaufen können. Wird das Internet den stationären Einzelhandel überflüssig machen?
„Die Bedeutung des Onlinehandels ist nach wie vor von der Beschaffenheit der Produkte abhängig“, erklärt RegioData Pressesprecher Mag. Mark Ruhsam. Bekannte Produkte, die nicht vieler Erklärungen bedürfen und sich leicht vergleichen können, werden stärker online verkauft, so zum Beispiel Bücher, Software, Musik, Elektro- und Telekomgeräte sowie –dienstleistungen,
aber auch bekannte Parfüms, Markenkleider oder Sportgeräte.
„Das Internet hat insbesondere den Buchhandel und den Elektrohandel sowie die Musik- und Reisebranche stark verändert“, betont Ruhsam. Lag beispielsweise der Anteil des Online-Buchhandels in Österreich noch bei bescheidenen 4 Prozent im Jahr 2004, so beträgt dieser aktuell rund 22 Prozent. Auch im Elektrohandel ist die Bedeutung des Onlineumsatzes auf 16
Prozent gestiegen. So verwundert es nicht, dass gerade der im stationären Einzelhandel bisher erfolgreiche Riese Media Markt/Saturn nach rückläufigen Umsatzzahlen für 2010 nun den Onlinehandel forcieren möchte.
„Der stationäre Einzelhandel wird aber nicht verschwinden“, schlussfolgert Mag. Ruhsam. Mit Ausnahme des Elektro- und Buchhandels sind die Onlineumsätze in den anderen Branchen noch gering, weil eine ausschließlich virtuelle Shopping-Welt dem Konsumenten nicht ausreicht. Dieser braucht beim Einkaufen nach wie vor den haptischen Eindruck beziehungsweise werden in vielen Situationen Kaufentscheidungen auch auf Grund der Inszenierung in den Geschäften getroffen. „Zwar gewinnt der Onlinehandel an Bedeutung, dieser wird jedoch den stationären Einzelhandel nicht ablösen können.“

Österreicher geben rund 830 Euro in 2.800 Webshops aus!



In Österreich bestehen aktuell etwa 2.800 Webshops für Endkunden. Am dynamischsten entwickeln sich derzeit der Onlinehandel mit Elektrogeräten und Musikdownloads, während die Zuwachsraten für den Verkauf von Büchern im Internet etwas abgeflacht sind. Im Schnitt gibt ein Österreicher rund 830 Euro für Internetkäufe aus, während ein Norweger 880 und ein Brite rund 890 Euro pro Jahr ausgeben. In Italien werden mit rund 110 Euro und in Polen mit rund 90 Euro pro Kopf im Jahr weniger für Internetverkäufe ausgegeben.
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