Nielsen-LEH-Zensus 2012: Pfeiffer: 3,5 % Mark...
 
Nielsen-LEH-Zensus 2012

Pfeiffer: 3,5 % Marktanteil nicht relevant

Pfeiffer
Erich Schönleitner © Pfeiffer
Erich Schönleitner © Pfeiffer

Der Marktanteil von Pfeiffer im Nielsen-LEH-Zensus 2012 liegt unverändert zum Vorjahr bei 3,5 Prozent. Für Pfeiffer ist der aber nicht interessant.

Dr. Erich Schönleitner, Geschäftsführer der Pfeiffer Holding, zeigt dem Nielsen-LEH-Zensus 2012 die kalte Schulter. Nicht nur, dass der für Pfeiffer ermittelte Marktanteil von 3,5 Prozent im Jahr 2012 nicht von Pfeiffer selbst, sondern einem anderen Marktteilnehmer bekannt gegeben wurde, was ihn verwundert, ist der genannte Marktanteil für ihn schlicht und ergreifend auch nicht relevant. Exakt äussert er sich CASH gegenüber so: "Die Einzelhandelsfirmen von Pfeiffer - Unimarkt und Pfeiffer Großhandel - liegen im von Nielsen für uns definierten Pfeiffer-Vertriebsgebiet gut über zehn Prozent Marktanteil. Für nicht österreichweit flächendeckende Handelsunternehmen - dazu gehört auch MPreis, aber auch unsere Minderheitsbeteiligung Zielpunkt - ist der Maßstab von flächendeckenden Filialsystemen weder interessant noch aussagekräftig."

Als größter regionaler Lebensmittelhändler, führt Schönleitner weiters aus, "verfolgen wir primär die Entwicklung unserer Business Models und die qualitativen Kundenbeziehungen und nicht die daraus resultierenden Marktanteile."

Der O-Ton der Branche zum Nielsen-Zensus ist generell, dass es durch die Darstellung der Daten in den Umsatzbarometern, die laufend während des Jahres erhoben werden, im Vorfeld zu Falschschätzungen für das gesamte Jahr kommt, weil die Umsatzbarometer bei der Betrachtung der Kaufleute eine Hochrechnung sind. Daraus kann eine Über- oder Unterschätzung entstehen, insbesondere für die zweistufig strukturierten Lebensmittelhändler. Die mögliche Überraschung beim Jahreszensus sorgt naturgemäß bei den Betroffenen für Unmut. Um solche Negativ- oder Positiveffekte zu vermeiden, urgiert die Branche ein genauers Vorgehen von Nielsen.

Diese Problematik sieht auch Pfeiffer Holding-Chef, der in seiner Betrachtung unterjährige Schließstandorte, wenn beispielsweise Kaufleute nachbesetzt werden, berücksichtigt.
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