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Pfeiffer Logistik: Unrealistischer Sozialplan?

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Martin Etzlstorfer, GF Pfeiffer Logistik GmbH: "Wir fordern den Betriebsrat und die Gewerkschaft auf, ihre Forderungen auf ein realistisches Maß zu reduzieren." © Pfeiffer
Martin Etzlstorfer, GF Pfeiffer Logistik GmbH: "Wir fordern den Betriebsrat und die Gewerkschaft auf, ihre Forderungen auf ein realistisches Maß zu reduzieren." © Pfeiffer

Die Gewerkschaften vida und GPA-djp haben die Schlichtungsstelle beim Arbeits- und Sozialgericht einberufen. So wollen sie ihre Sozialplan-Forderung in der Höhe von 7 Mio. € durchsetzen.

Es sei ein beschämend niedriges Angebot von Pfeiffer, halten die Gewerkschaften vida/GPA-djp in einer Aussendung fest: 1,8 Mio. € hat Pfeiffer für den Sozialplan für 181 von der Kündigung betroffene Mitarbeiter im ehemaligen Zielpunkt-Logistikzentrum der Pfeiffer Logistik GmbH angeboten. Die Gewerkschaften fordern 7 Mio. €. Dies ist jene Summe, die über die gesetzlichen Ansprüche der Mitarbeiter hinausgeht. Über Letztere wird auch nicht verhandelt bzw. ist dies auch kein Thema bei der Schlichtungsstelle. Dort müssen die Richter ein Urteil darüber fällen, ob die von der Gewerkschaft geforderten 7 Mio. € von Pfeiffer zu bezahlen sind.

Pfeiffer-Logistik-Geschäftsführer Martin Etzlstorfer stellte zur Forderung fest: "Wir sind schlicht nicht im Stande, die geforderte Summe aufzubringen. Ein Sozialplan in dieser Höhe gefährdet potenziell weitere Arbeitsplätze. Bei einem Ergebnis der Geschäftstätigkeit von minus 1,3 Millionen Euro können wir maximal 1,8 Millionen Euro leisten." Er verweist in diesem Zusammenhang auch darauf, dass zur Zahlung des Sozialplans jene Gesellschaft verpflichtet ist, deren Mitarbeitern durch die Kündigung Nachteile entstehen. Deshalb dürfen auch keine anderen Gesellschaften und auch nicht Mag. Georg Pfeiffer persönlich zur Zahlung "einspringen", schildert Etzlstorfer.

Das aktuell völlig offene Urteil der Schlichtungsstelle fürchtet Etzlstorfer nicht, der sich im Sinne der betroffenen Mitarbeiter eine rasche Einigung wünscht und gesprächsbereit ist.

Zielpunkt-Komplex Heizwerkstraße braucht neue Eigentümer

Für den gesamten Gebäudekomplex – Pfeiffer ist Eigentümer der Liegenschaft - ,der aus dem Verwaltungsgebäude sowie dem Logistikzentrum besteht (Standort Heizwerkstraße, 1230 Wien), werden derzeit Interessenten gesucht bzw. Angebote geprüft. Gebäudetechnisch sei eine Trennung der beiden Einheiten jedenfalls möglich, sagt Unternehmenssprecherin Martina Macho CASH gegenüber. Die Hoffnung, dass man einen Käufer für das Logistikzentrum findet, ist auch im Hinblick auf die Mitarbeiter groß, die dann üblicherweise vom Käufer übernommen werden.
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