Lebensmittelsicherheit: Pferdefleisch in TK-F...
 
Lebensmittelsicherheit

Pferdefleisch in TK-Fertigprodukten und Döner gefunden

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Nun ist der Pferdefleischskandal auch in Österreich angekommen. So wurden beim Diskonter Lidl in den tiefgekühlten Rindfleisch-Tortellonis und Penne des liechtensteiner Produzenten Hilcona Pferdefleisch entdeckt.

Die Agentur für Ernährungssicherheit arbeitet derzeit auf Hochtouren, nimmt Proben von in Frage kommenden Produkten und geht jedem noch so kleinen Hinweis nach. Fündig geworden sind die Mitarbeiter der AGES schlussendlich beim Diskonter Lidl, wo man in Rindfleisch-Tortelloni und Penne mit Rindfleisch einen nicht näher deklarierten Anteil an Pferdefleisch gefunden hat.

Besagte Produkte stammen vom Liechtensteiner Produzenten Hilcona und wurden im Rahmen der aufgrund der Vorkommnisse rund um die britische Tiefkühlmarke Findus verstärkten Untersuchungen ebenfalls genau unter die Lupe genommen.

Laut Auskunft der AGES sei das gefunden Pferdefleisch gesundheitlich unbedenklich, die Produkte wurde jedoch seitens Lidl sofort vom Markt genommen, da man ja bekanntlich in Frankreich, Großbritannien und Schweden mit Medikamenten verseuchtes Pferdefleisch in als Rindfleisch deklarierten Produkten fand, die dem Menschen sehr wohl gesundheitlich schaden können.

Weitere Untersuchungen in anderen Handelsketten ergaben bis dato keine Falschdeklarationen, sind jedoch nach wie vor am Laufen. Rewe-Unternehmenssprecherin Corinna Tinkler: "Wir führen keine einzige der bis dato genannten Marken und haben uns darüber hinaus von den Herstellern unserer Eigenmarken schriftlich bestätigen lassen, dass die Fleischdeklaration zu 100 Prozent stimmt."

Mittlerweile laufen die Untersuchungen in ganz Europa auf Hochtouren, hat man Produkte niederländischer, französischer und deutscher Hersteller mit als Rindfleisch deklariertem Pferdefleisch gefunden. Auch bei der Schweizer Firma Nestlè wurde man fündig, und zwar in Ravioli und Tortellini der Marke Buitoni. Selbstverständlich beteuert man auch bei Nestlé alles nur erdenklich Mögliche zu unternehmen, um den Fleischpantschern das Handwerk zu legen.

Da man jedoch in Deutschland etliche Chargen falsch deklarierter Döner-Spieße (es wurde sowohl Pferde- als auch Schweinefleisch gefunden) ausfindig machen konnte und darüber hinaus jede Menge Fertiggerichte, die ausschließlich in der Gastronomie verarbeitet werden, wird die Suche nach etwaigen Schuldigen sehr schwierig.
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