Pfeiffer Handelsgruppe: Positive Bilanz mit v...
 
Pfeiffer Handelsgruppe

Positive Bilanz mit vier Prozent Plus

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vlnr.: Dr. Erich Schönleitner, Holding Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe; Mag. Georg Pfeiffer, Aufsichtsratsvorsitzender; Mag. Markus Böhm, Holding Geschäftsführer
vlnr.: Dr. Erich Schönleitner, Holding Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe; Mag. Georg Pfeiffer, Aufsichtsratsvorsitzender; Mag. Markus Böhm, Holding Geschäftsführer

Für das heurige Jahr plant die Trauner Handelsgruppe zudem die Marktführerschaft Im Lebensmittel-Online-Handel.

Die Pfeiffer Handelsgruppe blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück: So konnte durch die Zielpunkt Übernahme der Gesamtumsatz um rund 68 Prozent auf über 1,3 Milliarden Euro gesteigert werden. Auch wurde – in einem von Konsumzurückhaltung geprägten Jahr – der Umsatz der Gruppe exklusive Zielpunkt um vier Prozent auf 828 Millionen Euro gesteigert. Mag. Georg Pfeiffer, Aufsichtsratsvorsitzender der Pfeiffer Handelsgruppe: „Wir sehen unseren auf Langfristigkeit angelegten Weg und die Entscheidungen der letzten Jahre bestätigt.“

Zielpunkt
Pfeiffer hat mit der vollständigen Übernahme von Zielpunkt im März des vergangenen Jahres einen großen Schritt gemacht - Zielpunkt setzte im Jahr 2014 493 Mio. Euro um und liegt damit aufgrund der Bereinigung des Filialnetzes wie geplant leicht unter den Vorjahresumsätzen. „Die gesetzten Maßnahmen zum Turnaround greifen“, so Dr. Erich Schönleitner, Holding Geschäftsführer der Pfeiffer Handelsgruppe. Darüber hinaus wächst Zielpunkt laut Nielsen flächenbereinigt überproportional und stärker als der Mitbewerb. Zielpunkt hat aktuell 247 Filialen – mehr als die Hälfte davon in Wien.

Bereits ein Jahr früher als geplant betreibt Zielpunkt alle 223 Feinkost-Abteilungen - bis dato in Schirnhofer-Händen - selbst. „Die Feinkost ist das Herzstück eines Lebensmittelmarktes, daher die vorgezogene Übernahme“, so Schönleitner. Die Zielpunkt Feinkost wurde auch inhaltlich überarbeitet: So wird eine größere Produktvielfalt angeboten, die kundenseitig begeistert angenommen wird. Die neue Doppel-Geschäftsführung bestehend aus Jürgen Krizmanich und Roland Malli schärft die Positionierung des Händlers.

Weiters eröffnete Zielpunkt im Juli die Filiale Rennbahnweg nach einem Komplettumbau und punktet mit einem Feinkost-Schwerpunkt: Die direkt neben der U-Bahn-Station gelegene Filiale bietet neben einer umfassenden Feinkost-Bedientheke inklusive Frischfleisch auch erstmals einen Snack-Bereich für Konsumation direkt in der Filiale. Convenience-Produkte in einer eigenen Vitrine decken den Trend nach verzehrfertigen Jausen und Snacks ab.

Als zweitstärkste Wiener Supermarktkette überarbeitete Zielpunkt auch das Sortiment: So wurden bereits rund 300 neue Artikel aufgenommen – Kundinnen und Kunden können somit aus über 6.500 verschiedenen Produkten wählen. Künftig werden verstärkt Wiener Produzenten bei Zielpunkt gelistet.

Und: Zielpunkt präsentierte sein Franchise-Konzept erstmals auf der Franchise-Messe im November. „Aktuell läuft die Auswahl der ersten Franchise-Nehmer“ erklärt Schönleitner.

Unimarkt

Unimarkt betreibt als regional verankerter Händler heute 128 Standorte und konnte im Vorjahr seinen Umsatz um 5% auf 274 Mio. Euro steigern. Nach der größten Expansionswelle des Unternehmens im Vorjahr stand 2014 ganz im Zeichen des E-Commerce: Über Unimarkt wird die Hauszustellung von Lebensmitteln in Oberösterreich und Teilen Niederösterreichs angeboten. Parallel dazu baut das Unternehmen ein Netz an von Öffnungszeiten unabhängigen Abholstationen auf, wo Lebensmittel abgeholt werden können. Die Abholstationen bieten Kühl- und Tiefkühlmöglichkeiten sowie Fächer für Trockenware an.

Darüber hinaus bietet Unimarkt seit Mai keinerlei Multipack-Aktionen mehr an: 1+1 Gratis oder 3 zum Preis von 2 gehören somit der Geschichte an. Unimarkt-Kunden erhalten den Aktionspreis ab dem ersten Stück. „Das hilft Lebensmittelmüll zu vermeiden und kommt Konsumenten sehr entgegen“, erklärt Schönleitner. Nachdem Unimarkt mit dieser Form der Aktionen „Pionier“ ist, waren die Auswirkungen nicht vorhersehbar: Die Aktionsumsätze bei Unimarkt entwickeln sich stabil. Kunden honorieren die neue Preispolitik – und das Unternehmen gewinnt neue Stammkunden. Konsumenten profitieren durch „Sparen beim ersten Stück“ und nehmen wieder bewusst Aktionen war

C+C Pfeiffer
C+C Pfeiffer ist der starke Großhandelspartner für Gastronomie, Hotellerie und Gewerbetreibende. C+C Pfeiffer Kunden können aus einem rund 25.000 Artikel umfassenden Food- und Nonfood Sortiment wählen. Im Gastronomiegroßhandel konnte sich C+C Pfeiffer im Jahr 2014 erneut beweisen und seine Marktanteile auf 21,2% ausbauen. C+C Pfeiffer erwirtschaftete 2014 (inkl. Schlacher) 465 Mio. Euro – das entspricht einer Steigerung von über 8% im Vergleich zum Vorjahr.

Nah&Frisch
Pfeiffer Großhandel beliefert und betreut per Ende 2014 455 selbstständige Kaufleute, 268 davon treten unter Nah&Frisch auf. Pfeiffer stellt die Mehrheit bei „Nah&Frisch“. In Oberösterreich, der Steiermark und Niederösterreich hat Pfeiffer in Zusammenarbeit mit Genol das Franchise-Projekt „Land lebt auf“ entwickelt. „Land lebt auf“ hat den Typus eines regionalen Versorgers mit lokaler Kompetenz und Selbstbedienungs-Charakter. 2014 erzielte Pfeiffer Großhandel einen Umsatz von 106 Mio. Euro (- 1,6 % zu Vorjahr).

Allgemein
Die Handelsgruppe ist damit unter den Vollsortimentern zur Nummer drei des Lebensmitteleinzelhandels aufgestiegen und betreibt in Wien die zweitstärkste Filialkette. Im heimischen Lebensmitteleinzelhandel (inkl. Diskonter) verzeichnet Pfeiffer somit einen Marktanteil von 6,5%. Im Großhandel konnte C+C Pfeiffer seine marktführende Stellung ausbauen.

Die Pfeiffer Handelsgruppe möchte mit E-Commerce Aktivitäten klar die Nummer eins im heimischen Handel werden. Mag. Markus Böhm, für diesen Geschäftsbereich verantwortlich, erklärt: „Wir werden bis zum Frühjahr 2016 rund 50 Abholstationen – zur Hälfte in Wien, zur Hälfte in Oberösterreich – an frequenzstarken Lagen errichten.

Das Investitionsvolumen 2015, so Böhm, wird rund 22 Millionen Euro betragen, wovon mehr als die Hälfte nach Wien in die Revitalisierung von Zielpunkt fließen wird.

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