9. Österreichischer Versandhandelstag: Print ...
 
9. Österreichischer Versandhandelstag

Print versus Web - zwei verschiedene Welten?

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Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung, UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH, Susanne Czech, Secretary General, European E-commerce and Mail Order Trade Association, EMOTA, Stefan Mumelter, Geschäftsführer, Handelsverband ® Handelsverband
Harald Gutschi, Sprecher der Geschäftsführung, UNITO Versand & Dienstleistungen GmbH, Susanne Czech, Secretary General, European E-commerce and Mail Order Trade Association, EMOTA, Stefan Mumelter, Geschäftsführer, Handelsverband ® Handelsverband

Die Frage ob der Katalog ausgedient hat, stellten sich prominente Vertreter aus Versandhandel und E-Commerce beim 9. Österreichischen Versandhandelstag im Wiener Holiday Inn. Fazit des Tages: Das Wachsen des Internet-Handels bedingt keinesfalls ein Ausdienen des Katalgos und die Kunden wünschen sich vielmehr einen Medienmix aus Katalogen, Direct Mailings und Onlineinformation.

Rund 140 Teilnehmer diskutierten gemeinsam mit Moderator Herbert Brauneis von Prolytic und Experten aus Versandhandel und E-Commerce über Internet-Händler, das Sorgenkind EDV und die Wünsche der Konsumenten. Klar wurde dabei, dass der Wandel des Geschäfts auch Veränderungen bei den Versandhändlern notwendig macht.

Multichannel-Händler gefragt
Wichtiger Ansatz für Versandhändler ist beispielsweise, kreativer zu agieren und Erfindungsreichtum zu beweisen. Peter Voithofer von der KMU Forschung Austria hält dies für besonders bedeutend, da die Krise - so Voithofer - bei vielen KMU und beim Konsumenten noch nicht angekommen sei. Außerdem hätte sich das Geschäft im Interneteinzelhandel besonderst stark verändert, da viele Konsumenten bereits ausschließlich über das Web bestellen. Die Veränderung sieht auch Unito-Geschäftsführer Mag. Harald Gutschi. Er stellt fest, dass das reine Katalog-Geschäft zwar noch bestehe, aber von einem deutlichen Rückgang gekennzeichnet sei, der allein durch die Online-Umsätze noch nicht in gewünschtem Ausmaß kompensiert werde. Abhilfe schaffen sollen hier neue E-Commerceplattformen wie etwa smatch.com, limango.de oder Yalook.com.
Seit 2009 setzt man im Unternehmen auf Multichanneling. So bietet man Kunden etwa die Möglichkeit Retouren oder im Internet bestellte Waren in stationären Shops zurückzugeben oder abzuholen. Schon bis Mitte des nächsten Jahres sollen 700.000 Artikel online angeboten werden.

Amazon.de braucht keinen Katalog

Dass ein Katalog aber nicht immer von Nöten ist, betont Ralf Kleber von der Amazon.de GmbH: "Der Kunde bestimmt, was ihn interessiert. Wenn er Hilfe braucht, fragt er andere Nutzer und nicht den Händler."

Risikoquelle EDV
Bei allem Lob über den wachsenden Internet-Handel gibt Ingo Peitler von der APA IT aber zu bedenken, dass ein Ausfallen der Rechner nicht nur einen Geschäfstausfall, sondern auch einen Reputationsausfall bedinge. Bei der APA IT setzt man daher auf miteinander verbundene Rechenzentren, um Ausfälle zu kompensieren.

Geizhals.at und Google.at über den Internet-Handel
Das Boomen des Handels im Internet begründet Vera Peseta von der Produktsuchmaschine Geizhals.de mit den Faktoren Produktpräsentation und Datenaktualität. Weiters wäre ihrer Ansicht nach eine höhere Verbreitung von E-Commerce-Güteseigelen - wie etwa jenem des Handelsverbands - wünschenswert, um das Konsumentenvertrauen zu stärken.
Bei Google Austria bringen es Dr. Karl Pall und Elisabeth Kozel wie folgt auf den Punkt: "Wir sind eine Welt. Kein Kanal wird sterben." Sie fordern die Händler dazu auf, die Denkweise der Konsumenten genauer zu studieren. Hilfe dabei bietet die Google-Auswertungsseite www.full-value-of-search.de.






Ralf Kleber, Vice President, Geschäftsführer, Amazon.de GmbH ® Handelsverband
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Ralf Kleber, Vice President, Geschäftsführer, Amazon.de GmbH ® Handelsverband


Karl Pall, Country Manager, Google Austria GmbH ® Handelsverband
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Karl Pall, Country Manager, Google Austria GmbH ® Handelsverband
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