Reformhaus: Reformhaus erwartet 2017 Zuwachs ...
 
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Reformhaus erwartet 2017 Zuwachs von 1,4 Prozent

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Reformhaus will im Jubiläumsjahr 2017 den Umsatz steigern. Nach einem Rückgang um 2,4 Prozent auf 680 Millionen Euro im vergangenen Jahr setzt man auf die weitere Modernisierung der Fachgeschäfte und will die Digitalisierung konsequent vorantreiben.

2017 will Reformhaus mit Hilfe seiner Kernkompetenzen Qualität und Beratung wieder zulegen und plant ein Umsatzwachstum von 1,4 Prozent. Weitere der bundesweit 1.138 Fachgeschäfte für ganzheitliche Gesundheit werden vergrößert werden, die Sortimente sollen modernisiert und digitale Services ergänzt werden. „2017 wird ein Jahr des Aufbruchs, wir werden den Trend zu einer gesunden Lebensweise zu nutzen wissen“, sagt Reformhaus-Vorstand Carsten Greve. Auch die Marketing- und Vertriebsaktivitäten will man im laufenden Jahr noch ausbauen. Aus Anlass des 130-jährigen Bestehens stehen bundesweite Aktionen und Veranstaltungen sowie eine verstärkte Kommunikation auf Social-Media-Plattformen wie Facebook auf der Agenda, um die Wahrnehmung zu erhöhen und die regionalen Standorte zu stärken.

Gewinner 2016: Naturkosmetik

In den Vorjahren war Reformhaus jährlich um vier bis sechs Prozent gewachsen, musste 2016 wie erwähnt jedoch Einbußen von 2,4 Prozent hinnehmen. Die Fachgeschäfte verzeichnen im Segment der Lebensmittel, auf das fast die Hälfte des Gesamtumsatzes entfällt, einen Rückgang von 5,2 Prozent. Das Minus erstreckt sich auch auf Produktbereiche wie diätetische Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Gegen den Trend wächst dagegen mit einem Plus von 0,4 Prozent der Bereich der frischen Fleisch- und Milchersatzprodukte. Klarer Gewinner 2016 ist allerdings das Segment der Kosmetik und Körperpflege, das 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht: Es stieg um 5,5 Prozent. Anbieter hochwertiger Naturkosmetik und Körperpflege-Produkte wie Börlind und Dr. Hauschka haben die Vertriebsaktivitäten wieder stärker auf Reformhaus ausgerichtet. Exklusiv-Hersteller wie Arya Laya und Alsiroyal bieten mit dem neuform-Qualitätssiegel ausgezeichnete hochwertige Produkte an, die garantiert keine Inhaltsstoffe vom toten Tier enthalten und nicht am Tier getestet werden.

Zunehmender Wettbewerb am Bio-Markt

Als Grund für den Rückgang im Lebensmittel-Segment macht das Unternehmen vor allem den verstärkten Wettbewerb auf dem veganen und vegetarischen Sektor. Superfoods wie Aronia-Beeren, Leinöl und -samen sowie Matcha-Tee wurden von Reformhaus marktfähig gemacht und finden sich neuerdings auch immer häufiger in den Regalen großer Einzelhandelsketten und Discounter. Die Hersteller haben ihre Aktivitäten auf zusätzliche Vertriebskanäle ausgeweitet. „Bio hat die Nische verlassen“, erklärt Rainer Plum, Vorstand der Reformhaus eG. „Allerdings kommt im Handel meist die Beratung zu kurz, hier haben wir ein Alleinstellungsmerkmal und werden uns damit in Zukunft noch stärker positionieren.“ Das bedeutet: Reformhaus plant, weiterhin kräftig in die Beratungsqualität zu investieren: Jährlich durchlaufen rund 500 Mitarbeiter die Fortbildungsseminare der Reformhaus-Fachakademie im hessischen Oberursel, damit sie mit Kunden kompetent über Trends und vegane und vegetarische Lebensmittel Gespräche führen können.
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