Regierungsmaßnahmen: Ab heute beginnt die neu...
 
Regierungsmaßnahmen

Ab heute beginnt die neue Normalität

Fotoservice Bundeskanzleramt
Bundeskanzler Kurz (2.v.r.) bei seiner heutigen Pressekonferenz
Bundeskanzler Kurz (2.v.r.) bei seiner heutigen Pressekonferenz

Mit den Worten "Wir sind auf Kurs", begann Bundeskanzler Sebastian Kurz sein heutiges Statement zur aktuellen Lage in Sachen Corona. Und: "Mit dem heutigen Tag wurde der erste Schritt in die neue Normalität gesetzt." Soll heissen: Die Öffnung der rund 14.000 Geschäfte unter 400 m2 plus Baumärkte ist zwar einerseits als Lockerung gedacht, andererseits unter verschärften Auflagen, die uns sicher noch länger begleiten werden. Allen voran das Tragen von MNS- Masken (Mund- und Nasenschutzmasken), die im übrigen ab sofort bis 1. August 2020 mehrwertsteuerbefreit sind, sowie das Einhalten eines Mindestabstands von einem Meter. Pro Kunde sollen 20 m2 zur Verfügung stehen, womit gegeben ist, dass alle anderen vor den jeweiligen Geschäften zu warten haben, bis ihnen Eintritt gewährt wird.

Prämisse für Kurz: So viel Freiheit wie möglich, so viel Einschränkung wie notwendig. Was selbstverständlich auch bedingt, dass jederzeit wiedeer die Notbremse gezogen werden kann, wenn die Ansteckungszahlen wieder steigen. Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass einerseits die Kurzarbeit sehr gut angenommen werde, was noch mehr Arbeitslose verhindere und dass das 38 Milliarden-Hilfspaket bereits teilweise ausbezahlt wurde und somit etlichen Unternehmen rasch und unbürokratisch geholfen werden konnte. Sein dringender Appell durchzuhalten und die Maßnahmen nicht zu lockern richtete sich sowohl an Unternehmer als auch an Angestellte und Bevölkerung.

Dass die gesetzten Maßnahmen greifen zeigen die interntionalen Vergleichszahlen. Denn sowohl bei den Neuerkrankungen als auch bei den Wieder-Gesundeten liege Österreich im positiven Spitzenfeld, was nun auch als eines der ersten Lnder die angestrebten Lockerungen der Maßnahmen erlaube. Vizekanzler Werner Kogler mit einem kleinen Blick in die Zukunft: "Wir werden diese Woche noch bekannt geben, wie es mit Veranstaltungen in Sport und Kultur weitergehen wird. auch hier denken wir an eine schrittweise Rückkehr zur Normalität." Wobei klar sei, dass Einzelsportarten früher erlaubt sein werden als Massenveranstaltungen wie früher im Fußball üblich.

Etwas überrascht, aber gleichzeitig erfreut zeigte sich Innenminister Karl Nehammer von der Disziplin der Österreicher, was diese jetzt vor allem über die Osterfeiertage unter Beweis stellten. Die 2.000 Anzeigen wegen Verstäße gegen die Corona-Verordnungen seien im Vergleich zu den Anfängen der Maßnahmen verschwindend gering. Was auffällt: Es gab aufgrund des weitaus geringeren Verkehrsaufkommen weitaus weniger Verkehrstote, jedoch verhältnismäßig viele Alkosünder.
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