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Regioplan erwartet 2 Mrd. Euro Weihnachtsumsatz

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Ein Diagramm zu einem weiteren Ergebnis des Studie: Umsatzanstieg im Dezember, verglichen mit dem Durchschnittsmonat © Regioplan
Ein Diagramm zu einem weiteren Ergebnis des Studie: Umsatzanstieg im Dezember, verglichen mit dem Durchschnittsmonat © Regioplan

Auch wenn allenthalben von einer Konsumsättigung oder -müdigkeit gesprochen wird, macht Regioplan gegenläufige Trends aus: Die Leute gehen wieder shoppen, nicht zuletzt wegen des Onlinebooms.

„Weihnachten wird dem Handel dank Online-Käufen solide Umsätze bescheren“ – das ist der erste Trend, den RegioPlan feststellt. Der Weihnachtsumsatz wird 2016 1,95 Milliarden Euro ausmachen, so lautet die Prognose. So hoch werden jene Dezember-Umsätze sein, die der Einzelhandel zusätzlich zu einem Durchschnittsmonat erzielen wird. Das bedeute eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. „Trotz der viel beschworenen Konsumsättigung beobachten wir eine stabile Konsumentenstimmung, die für gute Weihnachtsumsätze sorgen wird. Leider fließt jedoch ein großer Teil dieser Ausgaben ins Ausland“, erklärt Mag. Hania Bomba, Geschäftsführerin von RegioPlan Consulting.

Frequenzrückgang in den Top-Handelszonen

Dieser zweite festgestellte Trend zeige, dass die Top-Einkaufsstraßen zwar auch heuer wieder ganz vorne im Rennen mitmischen, dass es aber weniger Frequenz geben wird; Frequenzrückgänge sind in den Handelszonen bereits seit Längerem zu beobachten. Die österreichische Bevölkerung erledigt ihre Einkäufe also nach wie vor in erster Linie in den beliebtesten Handelszonen wie der Wiener Mariahilfer Straße und der Kärntner Straße sowie in den Innenstädten von Graz, Innsbruck, Linz etc. Die Klassiker unter den Shopping Centern bleiben nach wie vor die SCS in Vösendorf, das Donauzentrum in Wien, der Europark in Salzburg, die SCS in Seiersberg und die Plus City in Linz. Es bleibe abzuwarten, ob im Weihnachtsgeschäft Frequenzrückgänge sichtbar sein werden.

Einige wenige Player

Dritter Trend: Der Umsatz zu Weihnachten verteile sich auf einige wenige Player, so RegioPlan: Shopping City Süd, Donauzentrum, Shopping Center Seiersberg, Plus City, die Mariahilfer Straße und siehe oben. Dabei machten sie gemeinsam fast den gleichen Weihnachtsumsatz wie der Online-Kanal, der ja seit ein paar Jahren stark im Kommen ist. Dazu muss gesagt werden, dass der traditionelle Weihnachtsumsatz stetig an Bedeutung verliert, weil der Handel vermehrt andere Anlässe gefunden hat, um die Menschen zum Einkaufen zu bewegen: Woman’s Day, Halloween, Black Friday, Valentinstag, Schulbeginn, Schulende, Schlussverkauf, Midsale, Zwickeltage und dergleichen mehr. Übrigens sind die Österreicher gleich nach den Briten die fleißigsten Online-Shopper in Europa, mit einem Ausgabenanteil von 11,5 %. Auch ein wesentlicher Teil der Weihnachtsumsätze werde dieses Jahr in den Onlinekanal fließen. RegioPlan zählte 82 % aller Befragten, die Weihnachtseinkäufe auch online tätigen. 48 % der Befragten planen sogar mehr als die Hälfte des Budgets online auszugeben.

Das Ausland profitiert

Nach Angaben der Befragten (26–35 Jahre) profitiert vor allem Amazon.de von den Onlinekäufen. Somit wird ein Großteil der Ausgaben die Grenzen Österreichs verlassen. Laut Eurostat befindet sich Österreich mit 44 % der gesamten Onlineausgaben die ins Ausland fließen, momentan sogar auf Platz eins im Cross-Border-E-Commerce Ranking. Absolut gesehen, geben die Österreicher das meiste Geld im Handel zu Weihnachten für Lebensmittel aus, gefolgt von Bekleidung und Unterhaltungselektronik. Und was Geschenke betrifft: Zu Weihnachten wünschen sich Frau und Herr Österreicher laut Umfrage nach wie vor Geschenke, die von Herzen kommen, individuell sind und einen emotionalen Wert haben. Weiterhin hoch im Kurs stehen deshalb Gutscheine für gemeinsame Aktivitäten, für Wellness, Genuss und Freizeit. Geschenke, über die sich die österreichische Bevölkerung weniger freut, sind vorverpackte Produktsets ohne persönlichen Bezug.
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