WKO: Registrierkassen: Warengruppen sollen bl...
 
WKO

Registrierkassen: Warengruppen sollen bleiben

WKO
Iris Thalbauer hofft, bis zum Auslaufen der Regelung eine Lösung finden zu können.© WKO
Iris Thalbauer hofft, bis zum Auslaufen der Regelung eine Lösung finden zu können.© WKO

Bis 2020 können Händler Produkte in 15 Gruppen zusammenfassen. Ein Wegfallen dieser Regelung bringt laut WKO hohe Zusatzkosten mit sich.

Bis Ende 2020 können Unternehmen, die unter die Registrierkassenpflicht fallen, 15 Warengruppen selbst anlegen und verkaufte Produkte unter diese Kategorien verbuchen. Ein Wegfallen dieser Regelung, so die WKO, hätte schwerwiegende Folgen. Iris Thalbauer, Geschäftsführer/-in der Bundessparte Handel erklärt das Problem: "Ohne die Regelung müsste jedes verkaufte Produkt mit dem handelsüblichen Namen verkauft werden. Selbst kleine Händler müssten also ihr komplettes Sortiment katalogisieren und aufrechterhalten, zum Verkauf bräuchte es zusätzlich eine Scanner-Kassa. Ein Drittel der Händler mit Registrierkassenpflicht, das sind knapp 12.000 Unternehmen, haben ein solches Gerät nicht. Somit würden auf die Betriebe nicht nur Investitionskosten von mindestens 15.000 Euro, sondern auch erhöhte Personalkosten zukommen."

Aktuell befindet sich die WKO im Gespräch mit dem Finanzministerium. "Das Problembewusstsein ist vorhanden", versichert Thalbauer und fügt hinzu: "Vielleicht könnte die befristete Lösung im Zuge der nächsten Steuerreform permanent werden. Die Händler dürfen einfach nicht mit einer solch unverhältnismäßigen Bürokratie belastet werden."

Die 15 Warengruppen sind übrigens eine Lösung, die nahe an der Praxis umgesetzt wurde: Gängige Kassensysteme haben 17 Knöpfe, 15 davon sind frei programmierbar.
stats