Signa: René Benko bietet 3 Milliarden für Gal...
 
Signa

René Benko bietet 3 Milliarden für Galeria Kaufhof

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Soll um 3 Milliarden Euro zu Signa wandern: die Kaufhaus-Kette Galeria Kaufhof - hier das Flaggschiff in Berlin Alexanderplatz (Foto: Galeria Kaufhof)
Soll um 3 Milliarden Euro zu Signa wandern: die Kaufhaus-Kette Galeria Kaufhof - hier das Flaggschiff in Berlin Alexanderplatz (Foto: Galeria Kaufhof)

Der Karstadt-Eigentümer möchte sich nun auch Kaufhof einverleiben und bietet dem Eigentümer Hudson's Bay satte drei Milliarden Euro.

Laut deutschen Medien sei das diese Tage gestellte Angebot durchfinanziert und umfasse auch sämtliche Schulden der Kaufhaus-Kette. Wobei alleine die Kaufhof-Immobilien mit 2,63 Milliarden Euro bewertet wurden.

41 der 99 Immobilien befinden sich derzeit im Besitz eines Joint Venture-Unternehmens namens HBS Global Properties, welches zu 63 Prozent der Kaufhof-Mutter Hudson's Bay Company (HBC) gehört.

Signa erwartet sich bis Mitte November seitens HBC Antwort auf das Angebot, das jedoch für die Kaufhof-Mutter laut erster Reaktion "unvollständig, nicht bindend und unerwünscht" sei. Aber man werde das Angebot selbstverständlich pflichtgemäß prüfen. Interessantes Detail am Rande: Nach Bekanntwerden des Angebots zog die HBC-Aktie um satte acht Prozent an.

Kleiner Rückblick: Unmittelbar nach dem Karstadt-Kauf im Jahr 2015 wollte Benko schon einmal Kaufhof kaufen um daraus eine deutschlandweite Warenhaus Ag zu formen. Was jedoch scheiterte, da die damalige Metro-Tochter um 2,8 Milliarden Euro an die kanadische HBC ging.

Das momentan größte Problem von HBC sind die Umsatzrückgänge und damit verbundenen Verluste von Kaufhof sowie der immer stärker werdende Druck der Investoren. Im ersten Schritt möchte man sogar die Löhne kürzen, wogegen die Gewerkschaft Verdi naturgemäß Sturm läuft.

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